Kienles Warm-up, Al-Sultans Abschied

Beim Allgäu Triathlon fuhr und lief sich Sebastian Kienle mit einem Sieg über die Kurzdistanz warm für die Ironman-70.3-WM in Zell am See. Faris Al-Sultan wurde beim letzten Rennen seiner Karriere Fünfter. Bei den Frauen gewann Julia Viellehner, die Mitteldistanz entschied der Tscheche Jaroslav Kovacic für sich.

Von > | 17. August 2015 | Aus: SZENE

Cannes International Triathlon - Radfahren 02 | Cannes International Triathlon 2015 - Radfahren

Cannes International Triathlon 2015 - Radfahren

Foto >José Luis Hourcade

Den Körper auf Renntemperatur zu bringen, das war Sebastian Kienles erklärtes Ziel vor der schweren Kurzdistanz beim Allgäu Triathlon. Kein ganz leichtes Unterfangen, wenn das Wetter nicht mitspielen mag. Bei Regen und Temperaturen um die 15 Grad Celsius ging Kienle mit Blick auf die Ironman-70.3-WM in Zell am See Ende August und die Titelverteidigung beim Ironman Hawaii deshalb vor allem auf der anspruchsvollen Radstrecke kein Risiko ein. Trotzdem fuhr er sich nach gutem Schwimmen ein Zwei-Minuten-Polster auf den Vorjahressieger Nils Daimer heraus. Beim Laufen baute er dieses nochmal aus und siegte nach 2:06:55 Stunden souverän mit den schnellsten Rad- und Laufsplits des Tages. Daimer wurde Zweiter, Kienles Physiotherapeut Daniel Wienbreier belegte des letzten noch freien Podiumsplatz. Bei den Frauen gewann Julia Viellehner, die beim Laufen die bis dahin führende Münchnerin Tamara Hitz abfangen konnte. Dritte wurde Corinna Nuber.

Faris Al-Sultan | Faris Al-Sultan hört auf. Diese Saison war die letzte des Hawaii-Champions von 2005

Faris Al-Sultan hört auf. Diese Saison war die letzte des Hawaii-Champions von 2005

Foto >José Luis Hourcade

Der Hawaii-Sieger von 2005, Faris Al-Sultan hatte sich die Kurzdistanz des Allgäu Triathlon als das letzte Rennen seiner Karriere ausgesucht. Nach seinem fünften Platz will sich Al-Sultan nun ganz seiner Rolle als Familienvater widmen.

Kovacic holt die Gesamtwertung

Über die Mitteldistanz kommt beim Allgäu Triathlon traditionell eine Sonderwertung zum Einsatz: Die Frauen bekommen 26 Minuten Vorsprung vor den Männern. Das Preisgeld wird dann nach Zieleinlauf verteilt: Wer zuerst ankommt, kriegt den größten Scheck. Und über die 1.500 Euro darf sich in diesem Jahr der Tscheche Jaroslav Kovacic freuen. Er besiegte Sebastian Neef und Tobias Heining und kam noch vor der schnellsten Frau Bianca Steurer ins Ziel in Immenstadt. Steurer gewann in der Geschlechterwertung vor Franziska Scheffler, Carina Brechters kam auf Rang drei ins Ziel.