Löschke wieder auf dem Podium

Auch im Rennen der U23 dominierte ein Brownlee: Wenige Stunden nach dem Tagessieg seines Bruders Alistair gewann der jüngere, Jonathan, die Weltmeisterschaft. Titelverteidiger Franz Loeschke kam nach einer starken Aufholjagd auf Platz drei.

Von > | 11. September 2010 | Aus: SZENE

Franz Löschke | Franz Löschke

Franz Löschke

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Nur um eine Sekunde verpasste Titelverteidiger Franz Loeschke bei den Weltmeisterschaften der U23-Männer den zweiten Platz. Das wäre das bestmögliche Ergebnis gewesen, angesichts eines dominierenden Jonathan Brownlee, der wie zwei Stunden zuvor sein Bruder Alistair im Eliterennen auf der Laufstrecke nicht zu schlagen war.

Kräftezehrende Aufholjagd

Lange Zeit hatte es nicht so ausgesehen, als ob der 21-jährige Deutsche den Sprung auf das Podium schaffen könnte. Nach dem Schwimmen hatte sich ein rundes Dutzend Fahrer zusammengefunden und mehr als 20 Kilometer lang das Tempo bestimmt. Es war mit der Verdienst Loeschkes, dass die Verfolger eingangs der vierten Runde durch die Budapester Altstadt dennoch den Anschluss herstellten. Ein Kräfteverschleiß für den Deutschen, der sich vor allem zu Beginn der Zehn-Kilometer-Laufstrecke bemerkbar machte.

Hinter Jonathan Brownlee, der dem Rest des Feldes gleich zu Beginn enteilte, konnte sich Loeschke erst in einer zweiten Gruppe festbeißen, noch nach fünf Kilometern schien ein Platz in den Top-Ten das bestmögliche Ergebnis. Doch im Verlauf des zweiten Abschnitts steigerte sich der derzeit hoffnungsvollste Nachwuchsmann der DTU und konnte schließlich zu den Verfolgern Brownlees aufschließen - und diese sogar angreifen. Auf der Zielgeraden war nur der Neuseeländer Ryan Sissons noch stärker. Er sicherte sich hinter dem überragenden Brownlee den zweiten Rang vor Loeschke.

World Championship Series Grand Final, U-23-WM

  1. September 2010, Budapest (Ungarn)

1,5 km Swim, 40 km Bike, 10 km Run

1

Jonathan Brownlee

GBR

1:44:25

2

Ryan Sissons

NZL

1:44:52

3

Franz Loeschke

GER

1:44:53

4

Jamie Huggett

AUS

1:44:55

5

Alessandro Fabian

ITA

1:45:02

6

Crisanto Grajales

MEX

1:45:22

7

Vincent Luis

FRA

1:45:29

8

Richard Murray

RSA

1:45:33

9

Aurélien Raffael

FRA

1:45:47

10

Drew Box

AUS

1:45:51

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