Martin Schulz holt in London WM-Gold

Nach dem EM-Titel von Alanya hat sich DTU-Paratriathlet Martin Schulz am Wochenende im Londoner Hyde Park auch WM-Gold geholt. Der Leipziger besiegte auf der Sprintdistanz seinen französischen Dauerrivalen Yannick Bourseaux. Ohne Medaillen blieben die acht anderen DTU-Athleten mit Handicap.

Von > | 16. September 2013 | Aus: SZENE

del_5209 | Martin Schulz

Martin Schulz

Foto >Delly Carr / triathlon.org

Drei Minuten knöpfte Schulz dem schärfsten Rivalen Bourseaux in seine Schokoladendisziplin, dem Schwimmen, ab. Zumindest eine kleine Vorentscheidung im Kampf ums WM-Gold, das Schulz vor einem Jahr in Auckland noch dem Franzosen überlassen musste. Auf dem Rad büßte der 23-jährige Leipziger, der seit seiner Geburt ohne linken Unterarm auskommen muss, dann fast zwei Minuten seines Polsters ein - so leicht wollte sich Bourseaux dann doch nicht geschlagen geben. Auch auf den finalen und entscheidenden fünf Laufkilometern verlor Schulz zunächst einige Sekunden auf den Franzosen. Die drittschnellste Laufzeit in der Kategorie der Athleten mit Armbehinderung (16:43 Min.) reichte am Ende aber doch zum WM-Titel. 33 Sekunden rettete der angehende Bürokaufmann nach etwas mehr als einer Rennstunde ins Ziel im Londoner Hyde Park. Sein nächstes großes Ziel hat Schulz auch schon im Visier. Bei den Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 will er eine Medaille.

Etwas Pech hatten bei schwierigen äußeren Bedingungen in London Schulz' deutsche Paratriathlonkollegen Ralf Arnold und Begleiter Jonathan Dittrich in der Klasser der Sehbehinderten. Auf Medaillenkurs verpassten sie die letzte Wende vor dem Zieleinlauf und verspielten so noch ihre mögliche Bronzemedaille. Andrea Thamm (Berlin), Markus Häusling (Nendorf) und Stefan Lösler (Esslingen) schafften in ihren Klassen jeweils den Sprung unter die besten zehn. Zwölfte Plätze gingen an den mehrfachen Weltmeister Sebastian Averesch (Coesfeld), Janina Hübner (Itzehoe) und Jörg Walden (Trier).