Moffatt behält die Nerven

Die Favoritin hat sich durchgesetzt: Gesamtführende Emma Moffatt hat in ihrer Heimat den WM-Titel gewonnen. Auf den letztem Metern setzte sie sich gegen die Schwedin Lisa Norden durch.

Von > | 13. September 2009 | Aus: SZENE

Emma Moffatt | Emma Moffatt mit der Trophäe der Gesamtführenden

Emma Moffatt mit der Trophäe der Gesamtführenden

Foto >Janos Schmidt / triathlon.org

Auch im Rennen der Damen spiegelte das große Finale der Dextro Energy Triathlon World Championship Series an der australischen Gold Coast den Verlauf einer ganzen Saison wieder: In einer kleinen Ausreißergruppe auf dem Rad fanden sich die beiden Favoritinnen auf den Weltmeistertitel, die Australierin Emma Moffatt und die Schwedin Lisa Nordén, zusammen, um beim Laufen den Sieg unter sich auszumachen. Wie bei den Herren konnte schon bald auf der Laufstrecke keine der verbliebenen Konkurrentinnen folgen, so dass der Sieg des Finales im Duell zwischen den beiden Spitzenreiterinnen ausgetragen werden sollte.

Und wie bei den Herren behielt auch bei den Damen die Führende im Gesamtklassement die Nerven: Nach 1:59:14 Stunden hatte Emma Moffatt fünf Sekunden Vorsprung auf ihre Widersacherin. Dritte wurde die Titelverteidigerin Helen Jenkins, die unter ihrem Mädchennamen Tucker im Juni 2008 den letzten in einem Einzelrennen ermittelten Weltmeistertitel gewonnen hatte.

Lisk und Dittmer kämpfen um die Plätze

Auch die beiden bis zum Saisonende durchhaltenden Deutschen, die beim Schwimmen den Anschluss auf die Athletinnen der späteren Ausreißergruppe verloren, aber beherzt um die Platzierungen kämpften, finishten in der Nähe ihrer Ränge im Gesamtklassement: Ricarda Lisk wurde 11., Anja Dittmer 14 - in der Gesamtwertung liegen beide in umgekehrter Reihenfolge auf diesen Plätzen.

Kate Allen beendet ihre Karriere mit letztem Platz

Für eine andere große Athletin aus dem deutschsprachigen Raum schloss sich an der Gold Coast der Kreis ihrer langen Karriere: Von Australien aus war Kate Allen vor vielen Jahren aufgebrochen, um die Triathlonwelt für sich zu erobern. In Österreich wurde sie mit ihrem Coach und Ehemann Marcel Diechtler heimisch, für das Alpenland gewann sie 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen überraschend die Goldmedaille. Am 13. September 2009 finishte Kate Allen den letzten Wettkampf ihrer Karriere - abgeschlagen bereits nach dem Schwimmen und überrundet von der neuen Weltmeisterin erreichte sie das Ziel auf dem 37. und letzten Rang.

Gold Coast Dextro Energy Triathlon ITU World Championship Grand Final

  1. September 2009, Gold Coast (Australien)

1,5 km Swim

40 km Bike

10 km Run

Gesamt

1

Emma Moffatt

AUS

21:47

1:01:55

34:46

1:59:14

2

Lisa Norden

SWE

21:49

1:01:57

34:50

1:59:19

3

Helen Jenkins

GBR

21:45

1:02:00

35:04

1:59:41

4

Sarah Haskins

USA

21:30

1:02:14

35:16

1:59:52

5

Annabel Luxford

AUS

21:48

1:01:55

35:36

2:00:07

6

Daniela Ryf

SUI

22:05

1:02:27

35:05

2:00:21

7

Magali Di marco Messmer

SUI

22:05

1:02:28

35:07

2:00:25

8

Andrea Hewitt

NZL

22:04

1:02:28

35:07

2:00:26

9

Jessica Harrison

FRA

21:48

1:01:58

35:53

2:00:26

10

Liz Blatchford

GBR

21:47

1:02:45

35:07

2:00:29

11

Ricarda Lisk

GER

22:06

1:02:28

35:22

2:00:42

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