Sophia Saller: "Olympia ist ein großer Traum"

Unbekümmert und mit schnellen Beinen mischte sich Sophia Saller 2014 unter die Besten der Welt. Mit WM-Gold und EM-Silber im Gepäck und ohne Druck startet die 20-Jährige in die vorolympische Saison. Wir haben mit dem DTU-Talent über die Ziele für 2015 gesprochen.

Von > | 5. Januar 2015 | Aus: SZENE

Sophia Saller | Sophia Saller

Sophia Saller

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Sophia Saller, Sie waren eine der großen Überraschungen der Triathlonsaison 2014. Was war Ihr persönliches Highlight?
Eigentlich waren es zwei. Zum einen meine Silbermedaille bei der EM in Kitzbühel, meinem ersten Rennen über die olympische Distanz. Ich war erst am Abend vorher angereist, weil ich morgens die letzte Prüfung für meinen Bachelor geschrieben hatte. Ich war wirklich geschockt als ich im Ziel war. Und dann sicher noch der Titel bei der U23-WM in Edmonton. Ich musste schon während der letzten Rennkilometer immer wieder mit dem Kopf schütteln.

Mit welchen Zielen gehen Sie nun in die Saison 2015 – was wollen Sie erreichen?
Ich habe gerade meine erste Saison als U23-Athletin hinter mir und sie lief besser als ich mir jemals zu erträumen gewagt hatte. Bis jetzt habe ich allerdings erst einen Start bei den "ganz Großen" in der WTS-Serie hinter mir, der nicht ganz so wie erwünscht lief. Mein Hauptziel für das kommende Jahr ist erstmal, mich hoffentlich in den WTS-Rennen ein bisschen einzuspielen. Wenn es gut läuft, würde ich mich gern für das Grand Final in Chicago qualifizieren.

Wie sieht Ihre Rennplanung für 2015 aus?
Im Moment ist alles noch etwas wage. Los geht es auf jeden Fall gleich mit meinem zweiten Start in der World Triathlon Series in Abu Dhabi. Danach sehen wir weiter. Hoffentlich kommen noch ein paar mehr Starts bei WTS-Rennen dazu. Bei der EM in der Schweiz möchte ich natürlich auch gern dabei sein.

Wo sehen Sie für 2015 Verbesserungspotenzial und an welchen Stellschrauben werden Sie in der Saisonvorbereitung drehen?
Da gibt es viele Dinge, die einem erst in Rennen auffallen und gegen Ende der Saison hat mich immer mehr die Lust gepackt, richtig daran arbeiten zu können - und dazu ist jetzt die Zeit. Das Schwimmen und am Schwimmstart besser wegzukommen, ist eine Sache. Der Zielsprint am Ende des Rennens eine andere.

Wie oft haben Sie in den letzten Wochen und Monaten an Olympia in Rio gedacht und wie schätzen Sie die Chancen ein, dort im Sommer 2016 tatsächlich dabei zu sein?
Ha, gute Frage - vor einem Jahr hätte ich noch gelacht und sowas wie: "Meinen Sie wirklich mich?" gefragt. In den letzten Wochen kam dann aber doch der Gedanke auf, dass das wirklich ich sein könnte. Aber ich werde mich deswegen nicht stressen lassen. Ich bin noch so jung! Ich werde jetzt und in der nächsten Saison mein Bestes geben (was ich so oder so mache) und dann werden wir sehen, was am Ende dabei raus kommt. Einmal bei Olympia dabei sein zu dürfen, ist aber natürlich ein Traum.