Weltmeister Gómez lädt zum finalen Warm-up

Zwei Wochen vor dem Auftakt der ITU World Triathlon Series 2014 feilen die besten Kurzdistanzprofis der Welt noch an ihrer Form. Wo sie stehen, wollen am Wochenende beim Weltcup in New Plymouth unter anderem Weltmeister Javier Gómez aus Spanien, Landsmann Mario Mola und der Schweizer Sven Riederer herausfinden.

Von > | 21. März 2014 | Aus: SZENE

WTS Madrid Männer_07 | Die großen Favoriten Javier Gomez und Jonathan Brownlee steigen in der Spitzengruppe aus dem Wasser...

Die großen Favoriten Javier Gomez und Jonathan Brownlee steigen in der Spitzengruppe aus dem Wasser...

Foto >Janos Schmidt / triathlon.org

Vor sechs Jahren war New Plymouth zum letzten Mal Gastgeber eines Rennens der ITU-Weltcup-Serie. Javier Gómez dürfte sich noch sehr gut daran erinnern - war 2008 doch eins der erfolgreichsten Jahre seiner Karriere. Dessen Krönung ihm bei den Olympischen Spielen in Peking letztlich versagt blieb. Der Spanier holte 2008 neben dem in New Plymouth noch drei weitere Weltcupsiege sowie den WM-Titel in Vancouver. Sein aktueller Dauerrivale, Olympiasieger Alistair Brownlee, machte damals als 19-Jähriger die ersten vorsichtigen Gehversuche im Weltcup und landete in New Plymouth abgeschlagen auf Platz 49. Der Brite ist einer der wenigen, die auf den Trip nach Neuseeland verzichten. Brownlee wird auch beim ersten Rennen der ITU World Triathlon Series Anfang April in Auckland nicht dabei sein. Die Generalprobe in New Plymouth ist aber auch ohne ihn exzellent besetzt.

Spanier im Doppelpack, DTU verzichtet

Angeführt wird das Feld der Männer von Weltmeister Gómez und seinem Landsmann Mario Mola. Der gewann vor einer Woche den Weltcupauftakt in Mooloolaba - befindet sich also bereits in ausgezeichneter Frühform. Dahinter dürften sich die üblichen Verdächtigen tummeln. Abgesehen von den Brownlees, die den zweiten Weltcup des Jahres sausen lassen - genau wie Südafrikas Richard Murray. Man muss kein Prophet sein, um ein hauchdünnes Finale vorherzusagen. Wie in Australien geht es auf der neuseeländischen Nordinsel nur über die Sprintdistanz. Aus dem großen Kreis der Favoriten stechen der Schweizer Sven Riederer, das französische Trio Laurent Vidal, Vincent Luis und David Hauss sowie Joao Silva aus Portugal heraus. Die Deutsche Triathlon Union konzentriert sich nach dem durchwachsenen Auftakt in Mooloolaba auf das erste Rennen der World Triathlon Series am 5. und 6. April in Auckland und hat in New Plymouth keine Athleten gemeldet. Zumindest einen Athleten schickt Österreich an den Start. Der gebürtige Deutsche Thomas Springer wird für den ÖTRV um wichtige Olympiapunkte kämpfen.

Briten mit breiter Brust

Bei den Frauen fehlen in New Plymouth sowohl Weltmeisterin Non Stanford als auch Weltcup-Auftaktsiegerin Gwen Jorgensen. Während die US-Amerikanerin beim WM-Start in Auckland zurückkehren dürfte, fällt Stanford wegen einer Fußverletzung mehrere Wochen aus. In die Favoritenrolle schlüpft am Wochenende damit ihre Landsfrau und Vizeweltmeisterin Jodie Stimpson. Gejagt sie unter anderem von Andrea Hewitt (NZL), Sarah Groff (USA), der Niederländerin Maaike Caelers und Emma Jackson (AUS). Mit Spannung erwarten die besten Kurzdistanzlerinnen der Welt das Comeback von Helen Jenkins. Die Britin hat seit dem olympischen Triathlon von London vor eineinhalb Jahren keinen Wettkampf mehr bestritten. Eine hartnäckige Knieverletzung warf die Olympia-Fünfte und Weltmeisterin von 2008 zuletzt immer wieder aus der Bahn. Deutschsprachige Athletinnen sind in New Plymouth nicht am Start.