Andreas Dreitz in doppelter Mission

Gleich zwei Fliegen will Andreas Dreitz am nächsten Wochenende beim Ironman 70.3 Raleigh schlagen. Mit einem Sieg in North Carolina könnte er einen wichtigen Schritt in Richtung Ironman 70.3 World Championships machen. Und wo er einmal in Nordamerika ist, schaut der 26-Jährige gleich noch im Hauptquartier seines neuen US-amerikanischen Radpartners vorbei.

Von > | 29. Mai 2015 | Aus: SZENE

Andreas Dreitz | Andreas Dreitz auf der Radstrecke des Ironman 70.3 Mallorca 2015

Andreas Dreitz auf der Radstrecke des Ironman 70.3 Mallorca 2015

Foto >Sina Horsthemke / spomedis

Der Winter war für Andreas Dreitz einer zum Vergessen. Ausgerechnet in der Vorbereitung auf die Challenge Dubai erwischte ihn das Pfeiffersche Drüsenfieber. Vier Wochen komplette Trainingswochen - und vermutlich einen dicken Preisgeldscheck - kostete ihn die vor allem bei Sportlern gefürchtete Viruserkrankung. Doch der Überflieger der vergangenen Saison ist zurück. Beim Ironman 70.3 Mallorca zeigte er vor knapp drei Wochen gegen hochkarätige Konkurrenz ein bärenstarkes Rennen und verteidigte seinen Titel souverän. In Raleigh bekommt es der 26-Jährige am kommenden Sonntag zwar weder mit Michael Raelert noch mit Ivan Rana zu tun, dafür werden ihm die US-Amerikaner Matt Chrabot, Matt Reed, Patrick Evoe, Brian Fleischman und Andrew Yoder auf heimischem Boden das Leben so schwer wie möglich machen. Chrabot kommt immerhin mit der Empfehlung seines Siegs beim legendären Ironman 70.3 St. Croix nach North Carolina. Dennoch wird Dreitz alles daran setzen, die Gastgeber beim Radfahren unter Druck zu setzen. Mit einem Sieg und den damit verbundenen Punkten käme er seinem großen Saisonziel, der Ironman 70.3 World Championships Ende August in Zell am See, zumindest einen Schritt näher. Aktuell liegt Dreitz mit 850 Zählern aus zwei Rennen auf dem 59. Rang. Will er in Österreich um die WM-Medaillen mitkämpfen, ist am Ende der Qualifikationsphase ein Platz unter den besten 50 Pflicht.

Seinen Start beim Ironman 70.3 Raleigh verbindet Dreitz gleich noch mit einem Besuch des Headquarters seines neuen Radpartners "Cannondale" in Bethel (Connecticut). Seit dieser Saison jagt er auf dem "Slice" der US-Radschmiede über den Asphalt (Testbericht in triathlon Nr. 130).

USA vs. Kanada: Das ewige Duell

Zumindest aus deutscher Sicht ist die Konkurrenz der Profifrauen etwas weniger aufregend. Wenngleich in Meredith Kessler eine der Favoritinnen auf eine WM-Medaille gemeldet hat. Die Kanadierin gewann in diesem Jahr bereits den Ironman Neuseeland und das 70.3-Rennen in Auckland. Beim Ironman 70.3 St. George musste sie nur ihrer Landsfrau Heather Wurtele den Vortritt lassen. Herausgefordert wird Kessler in Raleigh von der US-Amerikanerin Lauren Goss, die wie Chrabot den Ironman 70.3 St. Croix gewann. Außerdem haben die laufstarke Caitlin Snow (USA), die frühere 70.3-Mallorca-Siegerin Emma-Kate Lidbury (GBR), die zuletzt starke Belgierin Alexandra Tondeur sowie Lauren Wassner, Jackie Hering (beide USA) und Kesslers Landsfrau Melanie McQuaid gemeldet.