Andreas Raelert dominiert den Vierlanden-Triathlon

Es sollte ein Trainingsrennen werden - doch beim Vierlanden-Triathlon in Hamburg dominierte Andreas Raelert über die Mitteldistanz mit Bestleistungen in allen drei Disziplinen und nahm seinem Profikollegen Christian Nitschke ganze 21 Minuten ab. Dritter wurde Nils Gayer. Bei den Frauen siegte Liesa Schmidt - ebenfalls mit deutlichem Vorsprung vor Verena Oswald und Lena Ischebeck.

Von > | 8. Juni 2015 | Aus: SZENE

Andreas Raelert | Andreas Raelert auf dem Weg zum Sieg beim Vierlanden Triathlon

Andreas Raelert auf dem Weg zum Sieg beim Vierlanden Triathlon

Foto >Raelert Brothers

Noch vor wenigen Wochen musste Andreas Raelert den Ironman Texas mit einer Achillessehnenverletzung aufgeben. Diese hat er zwar noch nicht komplett auskuriert, aber "im Griff". Weil er sich beim Ironman 70.3 Kraichgau so kurzfristig nicht mehr nachmelden durfte, testete Raelert seine derzeitige Form in Norddeutschland. Dass diese sehr gut zu sein scheint, zeigt das Ergebnis seines Ausflugs an die Elbe: Einen Tag nach dem Sieg von Bruder Michael beim Linztriathlon hat der ältere der beiden Brüder erfolgreich nachgelegt. Mit einem nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg sicherte sich Andreas Raelert beim Vierlanden-Triathlon in Hamburg den zweiten Sieg für die Raelert-Brothers an einem Wochenende. In 3:32:47 Stunden gewann der Rostocker das Rennen über die Mitteldistanz von 2 Kilometern Schwimmen, 83 Kilometern Rad fahren und 20 Kilometern Laufen souverän. Platz zwei belegte Christian Nitschke - allerdings in 3:53:53 Stunden mit deutlichen Abstand zu Raelert - vor Nils Gayer (3:58:47 Stunden).

Podest Vierlanden Triathlon | Andreas Raelert gewinnt in Hamburg vor Christian Nitschke und Nils Gayer.

Andreas Raelert gewinnt in Hamburg vor Christian Nitschke und Nils Gayer.

Foto >Raelert Brothers

Bereits beim Schwimmen setzte sich Andreas Raelert ab. Er riss den zwei Kilometer langen Kurs im Hohendeicher See in 24:35 Minuten im Alleingang ab. Auf der flachen, aber windanfälligen Wendepunktradstrecke setzte er anschließend seinen Solo-Auftritt fort und fuhr die gut 83 Kilometer in 1:55:17 Stunden. „Bereits beim Ironman Texas habe ich spüren können, dass meine Radform grundsätzlich stimmt. Leider hat es dort zwar insgesamt nicht funktioniert, aber die heutige Performance hat mir noch einmal gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.“ Auch die Leistung beim abschließenden 20-Kilometer-Lauf, den er in 1:10:31 Stunden absolvierte, stimmte Raelert zufrieden. „Der Erfolg gibt viel Hoffnung und ist für mich ein wichtiger zusätzlicher Motivationsschub.“ Und zwar für die Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt am 5. Juli. Dort trifft Raelert unter anderem auf Sebastian Kienle, Jan Frodeno und Frederik Van Lierde.

Liesa Schmidt ohne Konkurrenz

Bei den Frauen dominierte die Ratzeburgerin Liesa Schmidt mit einer ähnlich überzeugenden Leistung wie Raelert. Genau wie der Männersieger stellte sie in allen drei Disziplinen Bestzeiten auf und gewann nach 4:17:02 Stunden deutlich vor Verena Oswald und Lena Ischebeck.