Andreas Raelert startet Down Under

Andreas Raelert will seine Saison beim Ironman Western Australia versöhnlich beenden. Nachdem er ausgerechnet beim Ironman Hawaii zum ersten Mal in seiner Karriere ein Rennen aufgab, zählt er an Australiens Westküste im Dezember wieder zum Kreis der Favoriten.

Von > | 20. November 2013 | Aus: SZENE

Ironman Austria 17 | ... wer heute der Boss ist.

... wer heute der Boss ist.

Foto >Michael Rauschendorfer

Nach seinen Ironman-Siegen in Klagenfurt und dem Erfolg beim Ironman 70.3 in New Orleans kann man bei Andreas Raelert sicher nicht von einer verkorksten Saison sprechen. Aber der Saisonhöhepunkt beim Ironman  geriet zu einer der bittersten Stunden im Sportlerleben des Rostockers: Mit einem eingeklemmten Nerv musste er das Rennen vorzeitig beenden. „Es war eine große Enttäuschung, das wichtigste Rennen des Jahres auf diese Weise zu erleben“, sagt der 37-Jährige.

Am 8. Dezember wird Raelert beim Ironman Western Australia versuchen, die Saison mit einem besseren Gefühl zu beenden. Australien ist für den Rostocker nach seinem zwölften Platz bei den Olympischen Spielen 2000 in guter Erinnerung. Doch auf dem flachen und schnellen Kurs des Ironman trifft er auf starke Konkurrenz. Mit Jimmy Johnson aus Dänemark und dem Australier Luke Bell sind zwei Athleten dabei, die in den letzten zwölf Monaten ebenfalls je einen Ironman-Titel feiern konnten. Die weitere Konkurrenz kennt sich mit Witterung und den Strecken wohl bestens aus: Neben Luke Bell starten 13 weitere Australier. Sie stellen damit mehr als die Hälfte aller gemeldeten Profis. Inmitten dieser zahlenmäßigen Übermacht findet sich auch der Name Peter Robertson. Der mehrfache Weltmeister auf der Kurzstrecke hatte seine Karriere bereits beendet, stellt sich aber nun der neuen Herausforderung Ironman. In diesem Jahr startete er schon auf der halben Distanz und belegte bei den Europameiserschaften in Wiesbaden den zehnten Rang.

Als zweiter deutscher Profistarter geht Markus Thomschke ins Rennen. Eine Top-Ten-Platzierung wäre ein großer Erfolg für den 29-Jährigen, der in dieser Saison einen vierten Platz beim Ironman Wales vorzuweisen hat. Bei den Frauen könnte Rebecca Hoschke aus Australien, die als schnelle Läuferin gilt, die Nase vorn haben. Auch sie trifft vor allem auf einige starke Landsfrauen. Mareen Hufe, die einzige deutsche Profistarterin, konnte zwar wie Raelert in diesem Jahr auf Hawaii nicht finishen, hat aber zuletzt in Florida mit neuer persönlicher Bestzeit und Platz fünf Selbstbewusstsein tanken können.