Armstrong gewinnt erneut

Lance Armstrong gewinnt auf Hawaii - allerdings nur auf der halben Ironmandistanz. Beim 70.3 Honu hatten Chris Lieto, Greg Bennett und Maik Twelsiek keine Chance gegen den Texaner.

Von > | 2. Juni 2012 | Aus: SZENE

Armstrong_bearbeitet | Armstrong

Armstrong

Foto >Jessica Doffing / flickr.com

Optimal, stellte Lance Armstrong vorher schon klar, sei sein Rennplan im Hinblick auf sein Ironmandebut in Nizza am 24. Juni nicht. Einen kleinen 70.3-Marathon hatte sich der Texaner zuletzt aufgebürdet - "vielleicht ein paar Rennen zu viel" und zu wenig Training, gab er vor dem Start beim Ironman 70.3 Honu auf Hawaii zu. "Aber ich muss lernen, lernen, lernen." Denn den Ernstfall kann man im Training eben nicht zu 100 Prozent simulieren.

Armstrong zum Lernen gekommen - und er hat gelernt

In den ersten Rennen, hatte Armstrong mehrfach erklärt, seien es noch Magenprobleme, resultierend aus Ernährungsfehlern gewesen, die ihn am Ende auf der Laufstrecke hätten leiden lassen. In Florida klappte das dann schon besser - und am Ende sprang, wenn auch in einem allenfalls zweitklassigen Profifeld, der erste Sieg heraus. Dem folgte nun auf Hawaii der zweite.

In der Führungsgruppe war Armstrong wieder einmal aus dem Wasser gestiegen, zeitgleich unter anderem mit dem Deutschen Maik Twelsiek mit seinem Freund Chris Lieto und mit Greg Bennett (beide USA), der nun endgültig den Wechsel von der Kurzdistanz auf die längeren Strecken gewagt hat. Auf dem Rad gab es dann erneut kein Halten: 2:01:46 Minuten - nur 43 Sekunden mehr als bei seinem Sieg in Florida - brauchte Armstrong für die 90 Kilometer. Und auch bei den Wechseln hat Armstrong zugelegt: Hatte man ihn bei seinen ersten Rennen in der Wechselzone noch auf dem Hintern sitzend ungestüm die Socken überstreifen sehen, nahm er auf Hawaii sogar dem ehemaligen Kurzdistanzler Bennett Sekunden ab. Sieben Minuten Vorsprung vor Bennett und Twelsiek hatte Armstrong mit auf die Laufstrecke genommen, ganze drei Minuten vor Chris Lieto, eigentlich selbst ein starker Radfahrer. Aber kein starker Läufer - und noch dazu von einer Achillessehnenverletzung geplagt. 1:15 Stunden, hatte Armstrong am Tag zuvor erklärt, traue er sich nach einer Zeit von 2:01 Stunden auf dem Rad im Halbmarathon zu.

Twelsiek abgeschlagen

Zur 1:15 fehlte Armstrong am Ende dann allerdings doch noch einiges - sieben Minuten, um genau zu sein. Sein zweiter Sieg geriet trotzdem nicht mehr in Gefahr. Für Lieto wurde der Halbmarathonlauf erwartungsgemäß zum Überlebenskampf, den er auf dem dritten Rang, noch vor Maik Twelsiek, der einen ganz schlechten Tag erwischte, erfolgreich abschloss. Bennett lief zwar deutlich schneller als Armstrong, aber doch nur auf drei Minuten an ihn heran. Im Kona Pro Ranking bringt Armstrong der Sieg allerdings nicht weiter: 500 Punkte, das Minimum, gab es auf Hawaii für den Sieger zu holen. Nur drei 70.3-Wertungen dürfen auf dem Weg zum vollen Ironman auf Hawaii ins Ranking eingebracht werden - und die hatte Armstrong bereits voll, mit jeweils mehr als 500 Punkten. Bei seinem Ironmandebut in Nizza bleibt der Texaner deshalb weiterhin unter Zugzwang.

Ironman 70.3 Hawaii | Männer

  1. Juni 2012, Honu / Hawaii (USA)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21 km Run

1

Lance Armstrong

USA

3:50:55

23:22

2:01:46

1:22:29

2

Greg Bennett

USA

3:53:41

23:17

2:08:48

1:18:21

3

Chris Lieto

USA

4:05:55

23:31

2:04:46

1:33:41

4

Maik Twelsiek

GER

4:06:16

23:25

2:08:58

1:30:01

5

Guy Crawford

AUS

4:06:59

23:26

2:15:42

1:24:15

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Corbin souverän

Im Frauenrennen ging der Sieg an "Cowgirl" Linsey Corbin. Auch sie hatte sich auf dem Rad um einige Minuten von den Konkurrentinnen abgesetzt und brachte diesen Vorsprung letztlich souverän vor der Neuseeländerin Julia Grant und der Amerikanerin Beth Walsh ins Ziel.

Ironman 70.3 Hawaii | Frauen

  1. Juni 2012, Honu / Hawaii (USA)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21 km Run

1

Linsey Corbin

USA

4:26:09

27:10

2:25:02

1:29:58

2

Julia Grant

NZL

4:30:17

27:01

2:28:37

1:30:49

3

Beth Walsh

USA

4:31:47

27:44

2:32:25

1:27:54

4

Bree Wee

USA

4:32:45

27:01

2:29:10

1:32:51

5

Melanie McQuaid

CAN

4:38:57

27:16

2:28:47

1:39:17

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