Armstrong gewinnt Ironman 70.3 Florida

Nach den drei vergeblichen Anläufen in Panama, Texas und St. Croix hat Lance Armstrong beim Ironman 70.3 Florida den ersten Sieg seit seiner Rückkehr zum Triathlon eingefahren. In Haynes City setzte sich der 40-Jährige mit einer überragenden Radleistung und einem starken Halbmarathon überlegen gegen den Ukrainer Maxim Kriat durch. Jessica Jacobs gewann bei den Frauen.

Von > | 21. Mai 2012 | Aus: SZENE

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Armstrong

Foto >xterraplanet.com

Natürlich sei er zum Triathlon zurückgekehrt, um ein paar Rennen zu gewinnen, erklärte Lance Armstrong im Ziel des Ironman 70.3 Florida zufrieden. Alles andere wäre gelogen, gab der Texaner unumwunden zu. Dass er es ernst meint, hatte sich schon bei seinem Triathlon-Comeback in Panama (Platz zwei) und den starken Rennen in Texas (Platz sieben) und St. Croix (Platz drei) angedeutet. Zum ersehnten Sieg hatte es dort aber vor allem wegen der hochkarätigen und hochmotivierten Konkurrenz nicht gereicht. Die hatte dem Ex-Radprofi seinen herausgefahrenen Vorsprung beim Halbmarathon jedes Mal wieder abgeluchst. In Florida aber brachte Armstrong sein Polster jetzt locker ins Ziel.

Armstrong haushoch überlegen

Knapp zwei Minuten verlor der siebenmalige Tour-Sieger im Wasser und brauchte immerhin mehr als 30 Radkilometer, um seinen führenden Landsmann David Kahn und den Spanier Francesc Godoy zu stellen. Die versuchten dann gar nicht erst, Armstrong zu folgen, kein Wunder: Mit fast 45 Kilometern pro Stunde raste dieser über den flachen 90-Kilometer-Kurs und war damit mehr als zehn Minuten schneller als der Ukrainer Maxim Kriat, der im Vorfeld als sein gefährlichster Gegner gehandelt wurde. Doch Kriat kam auch auf der Laufstrecke nicht eine Sekunde näher an Armstrong heran. Im Gegenteil: Der Texaner setzte in 1:15:56 Stunden auch dort die Tagesbestzeit und sicherte sich haushoch überlegen den ersten 70.3-Sieg seiner Karriere. Damit ist der 40-Jährige einer der ältesten Sieger in der Geschichte der 2006 von der World Triathlon Corporation ins Leben gerufenen Serie. Zugleich untermauerte er seine Ambitionen für die Ironman-Weltmeisterschaften im Oktober auf Hawaii. Die fehlenden Punkte im Kona Pro Ranking will sich Armstrong am 24. Juni beim Ironman France in Nizza holen. Kriat, der wie Armstrong schon sein viertes Ironman-70.3-Rennen in diesem Jahr bestritt, holte sich Platz zwei, der Spanier Godoy sicherte sich den dritten Rang.

Ironman 70.3 Florida | Männer

  1. Mai 2012, Haynes City / Florida (USA)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Lance Armstrong

USA

3:45:38

24:52

2:01:03

1:15:56

2

Maxim Kriat

UKR

3:56:56

25:12

2:11:43

1:16:54

3

Francesc Godoy

ESP

3:59:45

23:32

2:13:14

1:19:35

4

Andres Castillo Bogota

COL

4:01:08

24:45

2:12:30

1:20:36

5

Mauro Cavanha Curitiba

BRA

4:02:04

24:52

2:16:32

1:16:48

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Jacobs jagt zum ersten Sieg

Auch Frauensiegerin Jessica Jacobs feierte im Eva Lake Park von Haynes City eine Premiere. Nach drei Ironmansiegen, zwei davon in Florida, klappte es für die US-Amerikanerin nun auch über die halbe Distanz. Dabei sah noch in der letzten der drei Laufrunden alles nach einem Sieg ihrer Landsfrau Jennifer Tetrick aus. Die hatte sich nach dem Schwimmen schnell an Amanda Stevens vorbeigeschoben und war schließlich mit komfortablen sechs Minuten Vorsprung auf die Halbmarathonstrecke gegangen. Auch Stevens und die Deutsche Nina Kraft lagen nach dem zweiten Wechsel noch klar vor Jacobs. Doch die schien sich ihre gesamte Energie fürs Laufen aufgespart zu haben und zauberte in 1:21:53 Stunden die mit Abstand schnellste Zeit auf den Asphalt. Das reichte, um von Platz vier noch ganz nach vorn zu laufen. Tetricks Radbestzeit wurde mit Platz zwei belohnt, Stevens rettete sich wenige Sekunden vor Kraft auf dem dritten Platz ins Ziel.

Ironman 70.3 Florida | Frauen

  1. Mai 2012, Haynes City / Florida (USA)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Jessica Jacobs

USA

4:24:30

33:33

2:25:00

1:21:53

2

Jennifer Tetrick

USA

4:26:09

30:24

2:22:01

1:29:54

3

Amanda Stevens

USA

4:28:19

25:04

2:26:21

1:32:58

4

Nina Kraft

GER

4:28:43

26:41

2:30:58

1:27:08

5

Tamara Kozulina

UKR

4:31:14

31:56

2:28:02

1:27:40

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