Bazlen, Gajer, Pedersen: Die Stimmen der Top-Frauen

Im Frauenrennen des Ironman 70.3 Kraichgau kam die Dänin Camilla Pedersen mit den hochsommerlichen Temperaturen am besten zurecht. Die alte und neue Deutsche Meisterin Julia Gajer und Svenja Bazlen rahmten die Skandinavierin auch während der Pressekonferenz ein. Und so hat das Trio das Rennen erlebt.

Von > | 7. Juni 2015 | Aus: SZENE

Schampusdusche Frauen - Kraichgau 2015 | Schampusdusche Frauen - Kraichgau 2015

Schampusdusche Frauen - Kraichgau 2015

Foto >Jan Sägert / spomedis


Camilla Pedersen (DEN), Siegerin IM 70.3 Kraichgau
"Zuerst einmal war ich sehr glücklich darüber, dass wir ohne Neopren geschwommen sind. Das ist Triathlon. Ich habe auf dem Rad von Beginn an Druck gemacht, weil ich wusste, dass eine Menge schnelle Läuferinnen hinter mir sind. Ich wollte mich in eine Position bringen, mit der ich das Rennen gewinnen kann. Das war der Plan."

"Es hat so vier, fünf Kilometer gedauert bis ich Anja endgültig abgeschüttelt hatte. Es gab ein kleines Loch schon in der ersten kleinen Schleife, aber sie ist danach noch ziemlich lange an mir drangeblieben. Das war hart, aber  man muss immer fokussiert bleiben, weil man nie weiß, was noch passiert. Zumal es auch noch richtig heiß war da draußen. Kein dänisches Wetter."

"Als nächstes werde ich bei der ITU Langdstanz-WM in Schweden starten und versuchen, meinen Titel zu verteidigen. Danach geht es wahrscheinlich nach Wiesbaden, Zell am See und - so wie es im Moment aussieht Kona. Das ist mein großes Ziel. Es wird das erste Mal sein, dass ich dort starte."

Julia Gajer (GER), 2. Pl. Ironman 70.3 Kraichgau 2015
"Ich bin wirklich zufrieden mit meinem Rennen. Mein erstes war ja auf Mallorca. Das war schon ein ganz gutes Warm-up, aber das heute war für mich selbst nochmal eine ganze Ecke besser. Ich habe versucht, richtig hart Rad zu fahren, weil es in der Vergangenheit oft so war, dass ich meine Laufstärke hintenraus nicht mehr ganz ausspielen konnte, weil der Drops vorn schon gelutscht war. Das hat heute ganz gut geklappt. Ich konnte dann zwar nicht mehr ganz so schnell rennen, wie ich das gern gemacht hätte, aber es war okay."

"Ich bin ziemlich schnell losgelaufen und habe auf den ersten vier Kilometern gleich eine halbe Minute gutgemacht. Dabei ist es dann auch geblieben. Am Ende ging es dann sogar wieder etwas zurück. Nach fünf Kilometern wusste ich, dass ich das heute nicht mehr ganz nach vorn packe und habe mich von da an darauf konzentriert, auf Platz zwei nach vorn zu laufen."

Svenja Bazlen (GER), 3. Pl. Ironman 70.3 Kraichgau
"Ich bin wirklich zufrieden. Nachdem ich ja hier bin, um noch ein paar Punkte für die WM in Zell am See. Ich hatte ja nicht gerade ein Mega-Rennen in St. George. Von daher ist das jetzt irgendwie ein guter Schritt in die richtige Richtung."

"Es war ein witziges Schwimmen. Wir haben uns die ganze Zeit gegenseitig beäugt. Keine wollte so richtig Gas geben. Jede wollte die andere vor schwimmen lassen. Da dachte ich mir: Ach, das ist ja ein nettes Rennen."

"Meine Radform will noch nicht da sein, ist noch nicht da. Aber umso zufriedener bin ich jetzt mit dem Laufen. Dass ich mich da so Stück für Stück nach vorn gearbeitet habe. Ich habe sehr viele Informationen von außen bekommen. Es waren richtig viele tolle Zuschauer da. Das hat mich heute auch über die Laufstrecke getragen."