Beate Görtz gewinnt Strongman All Japan Triathlon

Die Kölner Langdistanz-Triathletin Beate Görtz hat zum zweiten Mal nach 2012 den Strongman All Japan Triathlon gewonnen. Bei den Männern gewann der Ukrainer Anton Blokhin die kurzfristig zu einem Duathlon verkürzte Schlacht über mehr als 200 Kilometer.

Von > | 23. April 2013 | Aus: SZENE

Challenge Roth 2012 - Frauen - 07 | Beate Görtz

Beate Görtz

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Bei Laufkilometer sechs des abschließenden Marathon schien die Titelverteidigung für Beate Görtz gelaufen. "Good luck", habe sie der Japanerin Emi Sakai zugerufen, schreibt die 43-Jährige auf ihrer Website. Doch Görtz, 2010 Ironman-Weltmeisterin in der AK 40-44, bekam eine zweite Chance. Sie kämpfte sich an Sakai heran, die sich auf den 155 Radkilometern bei starkem Wind offenbar übernommen hatte. Fast zehn Minuten verlor die noch auf dem Weg bis ins Ziel, wo Görtz nach knapp achteinhalb Stunden mit tosendem Applaus und von tanzenden Kindern zum zweiten Mal als Strongman-Siegerin empfangen wurde. Nie im Leben habe sie das für möglich gehalten, so Görtz nach dem Rennen. Seit Juli 2012 hatte sie sich mit gesundheitlichen Problemen herumgeschlagen - musste fast fünf Monate pausieren. Kein Wunder, dass sie sich auch deshalb besonders freut. "Mein Kopf und mein Herz schweben auf Wolke 7, ich fühle mich mental so stark wie nie zuvor." Ihr nächstes Ziel: die Ironman-Europameisterschaft am 7. Juli in Frankfurt. Dort will sich die Rheinländerin für den Ironman Hawaii qualifizieren.

Erst 30 Minuten vor dem Start hatten sich die Veranstalter in Japan entschlossen, auf die geplanten vier Schwimmkilometer zu verzichten. Zu heftig fegte der Sturm bei kühlen neun Grad über Miyakojima, eine kleine tropische Insel in der südlichen Präfektur Okinawa. Das Schwimmen wurde kurzerhand in einen 6,5-Kilometer-Lauf umgewandelt. Zweifellos ein Vorteil für die spätere Siegerin, denn das Schwimmen gehört nicht zu den Lieblingsdisziplinen der Rheinländerin. Das Rennen der Männer gewann der Ukrainer Anton Blokhin nach 7:31:36 Stunden. Daniel Wienbreier vom Triathlonteam des VfL Wolfsburg fuhr die viertschnellste Radzeit und landete am Ende auf dem 20. Platz.