Bozzone, Docherty, Kessler und Hufe Jubiläumsgäste in Taupo

Der Ironman New Zealand feiert am Wochenende seinen 30. Geburtstag. Um den Jubiläumssieg kämpfen die gleichen Namen wie vor einem Jahr: Bevan Docherty muss sich bei der Titelverteidigung unter gegen Terenzo Bozzone wehren. Mareen Hufe trifft auf Meredith Kessler.

Von > | 27. Februar 2014 | Aus: SZENE

Terenzo Bozzone | Mit dem zweiten Platz bei der 70.3-WM krönte Terenzo Bozzone im September 2013 in Las Vergas seine starke Comeback-Saison.

Mit dem zweiten Platz bei der 70.3-WM krönte Terenzo Bozzone im September 2013 in Las Vergas seine starke Comeback-Saison.

Foto >Silke Insel / spomedis

Es ist das älteste Qualifikationsrennen für die Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii - 30 Jahre nach der Erstaustragung aber auch nur noch ein Rennen von vielen. Wenn am späten Freitagabend deutscher Zeit in Taupo der Startschuss zum 30. Ironman Neuseeland fällt, geht es dort, wie 2014 in fast allen Ironman-Rennen, um 2.000 Zähler für das Kona Pro Ranking.

Dritter Ironman der Saison für Mareen Hufe

Von großer Romantik angesichts des Jubiläums gibt es also zumindest in dieser Hinsicht keine Spur bei den Veranstaltern - und auch für die Profis scheint der 30. Geburtstag des neuseeländischen Rennens in ihren Planungen keine größere Rolle gespielt zu haben. Denn die Athleten, die am Wochenende um den Sieg in Taupo kämpfen wollen, sind beinahe die selben, die das bereits im vergangenen Jahr taten: Damals setzte sich in seiner Heimatstadt mit neuem Streckenrekord von 8:15:35 Stunden bei seinem Ironman-Debüt Bevan Docherty durch - und, wie Docherty, werden auch die damals mit gehörigem Abstand Zweit- und Drittplatzierten Marko Albert (EST) und Routinier Cameron Brown (NZL) erneut am Start stehen. Konkurrenz bekommt das Spitzentrio des Vorjahres im 26 Mann starken Profi-Startfeld der Männer vor allem durch heimische Athleten: Guy Crawford, Ironman-70.3-Vizeweltmeister Terenzo Bozzone, Bryan Rhodes (alle NZL), Tim Van Berkel (AUS), aber auch die Europäer Balazs Czoke (HUN), Petr Vabrousek (CZE), Daniel Halksworth, Tom Lowe und Philip Graves (alle GBR) haben Ambitionen im Kampf um die Spitzenplätze.

Mit nur zehn Starterinnen deutlich dünner besetzt ist das Elitestartfeld der Damen - allerdings sind auch dort die besten drei Damen des Vorjahres erneut vertreten: Die US-Amerikanerin Meredith Kessler tritt als Titelverteidigerin und Favoritin auf den Sieg in Taupo an, wogegen Kiwi Gina Crawford die 2.000 Punkte gerne in Neuseeland behalten würde, wie es auch in der Vergangenheit schon so oft der Fall war: Zehn Mal in Folge stand eine Neuseeländerin ganz oben auf dem Siegerpodest - bis Kessler kam und das vor allem auf der Radstrecke teils anspruchsvolle Rennen in den Jahren 2012 und 2013 für sich entscheiden konnte. Für die Vorjahresdritte Candice Hammond dürfte dieses Ziel, der Sieg, wohl noch etwas zu hoch gesteckt sein, zumal auch die übrige Konkurrenz in Taupo ernst zu nehmen ist: Kate Bevilaqua (AUS), Bree Wee (USA) und Anna Cleaver (NZL) haben sich für die diesjährige Auflage angekündigt. Auch die Weselerin Mareen Hufe wird in Taupo starten - und will dort mit ihrem bereits dritten Ironman in dieser Qualifikationsrunde die Punkte für den Ironman Hawaii mitnehmen: Beim Ironman Florida wurde sie im November Fünfte, fünf Wochen später erreichte sie beim Ironman Western Australia sogar den zweiten Rang. Damit liegt sie aktuell auf dem 25. Platz  im Kona Pro Ranking - ein Sieg könnte sie, zumindest vorübergehend, bis auf Platz zwölf nach vorne spülen.

Mareen Hufe | Mareen Hufe bestreitet in Taupo bereits ihren dritten Ironman in dieser Saison

Mareen Hufe bestreitet in Taupo bereits ihren dritten Ironman in dieser Saison

Foto >Volker Boch