Bozzone schlägt Raelert, Küng Dritter

Michael Raelert musste sich bei der Challenge Dubai knapp einem Stärkeren geschlagen geben: Der Neuseeländer Terenzo Bozzone riss das Rennen schon auf dem Rad an sich. Starker Dritter wurde der Schweizer Manuel Küng.

Von > | 27. Februar 2015 | Aus: SZENE

Terenzo Bozzone | Terenzo Bozzone meldet sich mit dem Sieg bei der Chalenge Dubai zurück an der Weltspitze.

Terenzo Bozzone meldet sich mit dem Sieg bei der Chalenge Dubai zurück an der Weltspitze.

Foto >Nis Sienknecht / spomedis

Das Profifeld bei der ersten Challenge Dubai hatte es in sich und sollte für ein hartes Ausscheidungsrennen sorgen. Das war schon vor dem Rennen beim Blick in die Starterlisten klar. Das zusätzlich heftiger Wind den Profis das Leben schwer machen sollte, offenbarte erst der frühe Blick aus dem Fenster. Die wenigen Palmen Dubais wiegten heftig hin und her, wurden von einem Sandsturm nach dem anderen durcheinander gewirbelt. Wegen der starken Boen wurde sogar die Schwimmstrecke der Premiere kurzerhand geändert. Aufgrund des Wellengangs wurden statt einer großen zwei kleinere Runden im Schutz einer vorgelagerten Insel geschwommen. Und dieser Auftakt sorgte gleich für eine erste Selektion. Zwar lagen nach der ersten Runde noch die favorisierten Andy Potts (USA), Javier Gomez (ESP) und Pete Jacobs (AUS) in Führung, aber die Wellen und eine schwierige Orientierung ließen den einen oder anderen starken Schwimmer schon im Wasser den Anschluss verlieren.

Jensen, Küng und Bozzone zerlegen das Feld

Noch härter wurde es auf der flachen Radstrecke, wo der Wind die Athleten zunächst aus der Stadt heraus pustete. Nur, um dann auf dem Rückweg umso unbarmherziger von vorn zu blasen. Mit solchen Bedingungen kommt nur zurecht, wer die zweite Disziplin wirklich beherrscht und ausreichend trainiert hat. Anfangs war es der Däne Martin Jensen, der der zweiten Disziplin seinen dicken Gang aufdrückte, auf der zweiten Streckenhälfte schoben sich dann Terenzo Bozzone, Manuel Küng und Michael Raelert an die Spitze. Der hochgewettete Spanier Javier Gomez und einige seiner Favoritenkollegen verloren im Gegenwind Minute um Minute auf das starke Trio, zu dem sich später wieder Jensen gesellte. Auf den letzten Kilometern schaffte Bozzone dann eine Vorentscheidung: Unter seinem Tempodiktat musste Raelert abreissen lassen, verlor bis in die zweite Wechselzone noch beinahe zwei Minuten.

Bozzone zu stark für Raelert 

Auf der zweimal zu laufenden Wendepunktstrecke entlang der Küste machte Raelert zwar Boden gut, konnte den Sieg des Ironman-70.3-Weltmeisters von 2008 aber nicht mehr verhindern. Sichtlich enttäuscht blieb ihm nichts anderes übrig als dem Neuseeländer zu einem starken Rennen zu gratulieren: "Natürlich hätte ich gern gewonnen. Aber Terenzo hat sich das heute wirklich verdient, das war ein verdammt starker Auftritt." Manuel Küng wurde für sein mutiges Rennen mit dem dritten Platz belohnt, ein Ergebnis, das er selbst nicht für möglich gehalten hätte.

Achtung: Nach einer Juryentscheidung wurde die Ergebnisliste überarbeitet. Fünf der Top Ten sollen an einem Kreisel falsch abgebogen sein. Hier geht es zu unserem entsprechenden Artikel. 

Michael Raelert | Knapp geschlagen geben muss sich Michael Raelert.

Knapp geschlagen geben muss sich Michael Raelert.

Foto >Nis Sienknecht / spomedis

Challenge Dubai | Männer

  1. Februar 2015, Dubai (VAE)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Terenzo Bozzone

NZL

3:41:45

22:23

2:02:40

1:13:51

2

Michael Raelert

GER

3:42:49

22:26

2:04:18

1:13:06

3

Manuel Küng

SUI

3:45:39

22:20

2:03:05

1:17:11

4

Tim Reed

AUS

3:46:35

23:20

2:08:24

1:11:39

5

Andy Potts

USA

3:46:50

22:19

2:08:21

1:13:05

6

Bart Aernouts

BEL

3:47:13

25:25

2:07:23

1:11:17

7

Martin Jensen

DEN

3:47:19

22:28

2:02:43

1:18:48

8

Eneko Llanos

ESP

3:47:20

23:42

2:08:57

1:11:16

9

Domenico Passuello

ITA

3:48:04

24:57

2:06:54

1:12:54

10

Benjamin Collins

USA

3:48:32

22:26

2:07:37

1:14:52

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