Bozzone und McCormack jagen Nils Frommhold

Vorjahressieger Chris McCormack steht an der Spitze der hochkarätig besetzten zweiten Ausgabe der Challenge Rimini. Der Australier trifft an der Adria unter anderem auf den topmotivierten Nils Frommhold, 70.3-Europameister Ritchie Nicholls und Vizeweltmeister Terenzo Bozzone. Dazu werden ihm Per Bittner und Konstantin Bachor alles abverlangen. Bei den Frauen kehrt Yvonne van Vlerken ins Renngeschehen zurück.

Von > | 8. Mai 2014 | Aus: SZENE

CC-Challenge_tri_rimini-27 | Chris McCormack Challenge Rimini 2013

Chris McCormack Challenge Rimini 2013

Foto >Charlie Crowhurst / Getty Images

Mit dem Hawaiiticket in der Tasche kann Nils Frommhold dem weiteren Saisonverlauf gelassener entgegen blicken als viele seiner Profikollegen. Während für Andreas Raelert beim Ironman 70.3 Mallorca am Sonntag jeder Punkt im Kona Pro Ranking zählt, nutzt der 27-Jährige seine komfortable Situation für einen Abstecher an die Adria. Auch wenn die Konkurrenz groß ist, gehört Frommhold bei der zweiten Auflage der Challenge Rimini zu den ersten Anwärtern auf den Sieg. Im Wasser ist der gebürtige Berliner ohnehin eine Bank, auch beim Radfahren und Laufen kann er mittlerweile mit den besten der Welt mithalten. Vor allem auf dem Rad hat er in der Saisonvorbereitung viel gearbeitet. Das sei ein wenig zu Lasten der Laufleistung gegangen, resümierte er nach seinem Sieg beim Ironman Südafrika. Für den Sieg wird er am Sonntag in Rimini eine überragende Laufleistung brauchen. Denn unter seinen Konkurrenten sind starke Radfahrer und Läufer, aber auch exzellente Allrounder.

Bittner, Bachor und Bozzone

Viermal stand Frommhold seit seinem Wechsel aus dem Kurzdistanzlager bisher auf dem Podium einer Mitteldistanz. Will er das in Rimini wieder schaffen, muss er vor allem zwei Spezialisten aus dem Weg räumen. Der Brite Ritchie Nicholls schlug bei seinem EM-Coup im August 2013 in Wiesbaden den auf dieser Strecke aktuell überragenden Jan Frodeno. Terenzo Bozzone gehört seit Jahren zu den weltbesten 70.3-Athleten - bei den letzten Weltmeisterschaften in Las Vegas war nur Sebastian Kienle schneller als der Neuseeländer. Per Bittner und Konstantin Bachor sind eher auf der Langdistanz zu Hause und gehören - zumindest beim Kampf um die Podiumsplätze - wohl eher zu den Außenseitern. Ganz im Gegenteil zu Daniel Fontana und Alessandro Degasperi, die nicht nur einen Heimvorteil mit auf die 113 Kilometer nehmen, sondern im vergangenen Jahr schon einmal auf dem Podium standen. Nur Chris McCormack war bei der Premiere einen Tick besser. Für den Australier dürfte es angesichts des deutlich stärkeren Felds dieses Mal aber schwer werden, ganz vorn mitzumischen. Vorn mitmischen wollte eigentlich auch Horst Reichel. Doch der Darmstädter musste seinen Start wegen eines noch nicht vollständig auskurierten Infekts kurzfristig absagen.

Van Vlerken kehrt zurück

Fünf Wochen nach ihrem schweren Radunfall in den Niederlanden greift Yvonne van Vlerken bei der Challenge Rimini wieder ins Renngeschehen ein. Bei dem Sturz Anfang hatte sich Van Vlerken das rechte Schlüsselbein gebrochen. "Ich freue mich total auf das Rennen, auch wenn es ordentlich weh tun wird", schreibt sie auf ihrer Facebookseite. Für einen weiteren Sieg in der Challenge-Serie muss sie ihre ungarische Dauerrivalin und Titelverteidigerin Erika Csomor, die Neuseeländerin Gina Crawford, Eimear Mullan aus Irland und die Deutsche Daniela Sämmler aus dem Weg räumen.