Cave und Reichel auf Titeljagd in Schweden

Die meisten Tickets für die Ironman-Weltmeisterschaft am 11. Oktober auf Hawaii sind bereits vergeben. In Südschweden können diesen Sonntag beim Ironman Kalmar noch Punkte im Kona-Ranking erzielt werden. Die Weltmeisterin von 2012, Leanda Cave, möchte sich mit einem Finish ihren Platz sichern. Horst Reichel darf sich gute Chancen auf einen Ironman-Sieg ausrechnen.

Von > | 12. August 2014 | Aus: SZENE

Horst Reichel | Horst Reichel

Horst Reichel

Foto >Power Horse Triathlon Team

Nachdem Leanda Cave den zweiten Platz am 10. August beim Ironman 70.3 in Wiesbaden belegen konnte, fährt sie mit viel Selbstvertrauen als Favoritin nach Schweden. Bereits 2013 konnte eine Britin, Jodie Swallow, mit einem Sieg in Schweden wichtige Punkte für die erfolgreiche Hawaii-Qualifikation sammeln. Leanda Cave wird dieses Jahr versuchen, es ihrer Landsfrau gleichzutun und erneut einen britischen Sieg zu erreichen. Gefährlich werden könnte ihr Erika Csomor (HUN), sie gilt als starke Läuferin. Angela Kühnlein ist die einzige Deutsche im Frauenfeld, welches sich zu einem Großteil aus Schwedinnen zusammensetzt.

Leanda Cave | Beim Ironman 70.3 in Wiesbaden belegte Leanda Cave den zweiten Platz, in Schweden möchte sie ihre Hawaii-Quali holen.

Beim Ironman 70.3 in Wiesbaden belegte Leanda Cave den zweiten Platz, in Schweden möchte sie ihre Hawaii-Quali holen.

Foto >Michael Rauschendorfer / triaphoto.com

Die ganz großen Namen der Langdistanzszene haben bereits ihr Hawaii-Ticket und verzichten auf den Start in Schweden. Umso besser für Horst Reichel: Zuletzt machte er mit seinem Sieg beim Frankfurt City Triathlon auf sich aufmerksam. Auch im schwedischen Kalmar stand Reichel schon einmal auf dem Treppchen, 2012 erreichte er den dritten Platz. Aus Deutschland fahren neben Reichel Stephan Trettin und Bundesliga-Athlet Simon Jung an den Kalmarsund. Ihre schärfsten Konkurrenten sind der ukrainische Langdistanzveteran Viktor Zyemtsev und der Brite Harry Wiltshire, der bislang vor allem auf Kurzdistanzen erfolgreich war. Ebenfalls gemeldet: der Slowene David Pleše. Ob er bei seiner vierten Langdistanz seit Ende Juni wirklich antritt, ist jedoch fraglich. Sollte er am Start stehen, ist mit ihm zu rechnen, er belegte bereits beim Ironman Austria den dritten und beim Ironman Switzerland den zweiten Platz.

Freuen dürfen sich Profis und Age-Grouper gleichermaßen auf die Strecke am schwedischen Kalmarsund. Nach 3,8 Kilometern Schwimmen in der Ostsee führt der schnelle Radkurs über eine sechs Kilometer lange Brücke auf die Insel Öland und anschließend eine weitere Runde über das Festland. Der abschließende Marathon führt die Athleten dreimal durch die Stadt Kalmar.