Crawford und Bayliss feiern Start-Ziel-Siege

Gina Crawford aus Neuseeland und der Brite Stephen Bayliss haben die zweite Auflage der Challenge Henley-on-Thames gewonnen. Während sich die 31-Jährige mit Tagesbestzeiten in allen Disziplinen einen mehr als halbstündigen Vorsprung die Verfolgerinnen erkämpfte, zehrte Bayliss bei typisch britischem Wetter bis ins Ziel von seiner herausragenden Schwimmleistung.

Von > | 17. September 2012 | Aus: SZENE

Gina Crawford | Gina Crawford im Ziel der Challenge Henley-on-Thames 2012.

Gina Crawford im Ziel der Challenge Henley-on-Thames 2012.

Foto >Getty Images / Ben Hoskins

Eine etwas angestaubte Triathlon-Weisheit besagt, dass man eine Langdistanz beim Schwimmen zwar nicht gewinnen, sehr wohl aber verlieren könne. Seit Sonntag gilt dies nur noch eingeschränkt. Denn Stephen Bayliss verdankte den Sieg bei der Challenge Henley-on-Thames in erster Linie seinem starken Auftritt in der ersten Disziplin. 48:39 Minuten benötigte der Brite für die 3,8 Kilometer in der Themse und war damit fast zehn Minuten schneller als Landsmann Joel Jameson, der diesen Rückstand bis ins Ziel zwar verkürzen, nicht aber komplett wettmachen konnte.

Jameson mit beherzter Aufholjagd

Denn während Bayliss auf dem anspruchsvollen Radkurs nur eine durchschnittliche Leistung zeigte, drehte Jameson dort mächtig auf. Mehr als siebeneinhalb Minuten knöpfte er seinem Konkurrenten bis zum zweiten Wechsel ab und konnte sich so von Platz 13 nach dem Schwimmen bis an die zweite Stelle vorkämpfen. Auch in den Laufschuhen präsentierte sich der 30-Jährige stark. Das Problem: Bayliss war auf dem abschließenden Marathon fast genauso schnell unterwegs. Trotz Tagesbestzeit konnte Jameson seinen Rückstand auf den 42,195 Kilometern nur um weitere 30 Sekunden verkürzen. Dem Sieg von Bayliss stand damit nichts mehr im Wege. In neuer Streckenrekordzeit von 8:29:31 Stunden holte sich der 33-Jährige bereits seinen zweiten Challenge-Titel der Saison, nachdem er im August schon das Rennen im französischen Vichy für sich entschieden hatte. Mitteldistanz-Spezialist Jameson belohnte sich gut 90 Sekunden dahinter mit Platz zwei, Dritter wurde Tuukka Miettinen aus Finnland. Joseph Spindler belegte als bester Deutscher Platz sechs. Inferno-Seriensieger Marc Pschebizin und Jungprofi Jens Kaiser gelang ebenfalls der Sprung unter die Top-10.

Challenge Henley-on-Thames | Männer

  1. September 2012, Henley-on-Thames (GBR)

Name

Nation

Gesamt

3,8 km Swim

180 km Bike

42,2 km Run

1

Stephen Bayliss

GBR

8:29:31

48:39

4:54:53

2:42:43

2

Joel Jameson

GBR

8:31:03

57:48

4:47:20

2:42:10

3

Tuukka Miettinen

FIN

8:33:41

55:57

4:49:07

2:44:26

4

Erik-Simon Strijk

NED

8:37:48

52:46

4:52:01

2:48:12

5

Scott Neyedli

GBR

8:44:37

52:18

4:52:37

2:55:24

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Crawford dominiert

Einen einsamen und beeindruckenden Start-Ziel-Sieg feierte Gina Crawford im Rennen der Frauen. Nach Tagesbestzeiten in allen Disziplinen blieb die 31-jährige Neuseeländerin mit ihrer Endzeit von 9:08:05 Stunden am Ende fast vierzig Minuten unter dem alten Kursrekord von Yvette Grice. Für Crawford war dies bereits der dritte Challenge-Sieg des Jahres. Im Januar hatte die Mutter eines kleines Sohnes zunächst ihren vierten Titel bei der Serienveranstaltung in Wanaka geholt, Anfang September folgte dann Platz eins über die Mitteldistanz im österreichischen Walchsee. 32 Minuten nach der Siegerin erreichte Bella Bayliss das Ziel. Sie musste sich wie bei den Ironman-Rennen auf Lanzarote und in Zürich mit Platz zwei begnügen. Vorjahressiegerin Yvette Grice schaffte es weitere 16 Minuten dahinter immerhin noch aufs Podium.

Challenge Henley-on-Thames | Frauen

  1. September 2012, henley-on-Thames (GBR)

Name

Nation

Gesamt

3,8 km Swim

180 km Run

42,2 km Run

1

Gina Crawford

NZL

9:08:05

53:05

5:11:14

2:58:34

2

Bella Bayliss

GBR

9:40:23

56:16

5:25:42

3:12:22

3

Yvette Grice

GBR

9:56:56

55:33

5:41:51

3:14:36

4

Lindy-Lee Folscher

RSA

10:56:32

1:05:48

6:28:23

3:10.39

5

Tamsin Neale

GBR

11:04:55

1:02:03

6:25:11

3:28:29

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