Daniela Ryf triumphiert

Es sollte der große Showdown werden: Die Marathon-Spezialistin Mirinda Carfrae gegen die Rad-Rakete Daniela Ryf. Doch Carfrae stieg frühzeitig aus – und Ryf lief einem souveränen Sieg entgegen.

Von > | 11. Oktober 2015 | Aus: SZENE

Ryf_cut | Daniela Ryf im Ziel

Daniela Ryf im Ziel

Foto >Frank Wechsel

Dass es am Ende mehr als 13 Minuten Vorsprung waren, die Daniela Ryf (SUI) von der zweitplatzierten Rachel Joyce (GBR) trennten, liegt jedoch nicht am Aussteigen der Titelverteidigerin aus Australien. Wie schon so oft zuvor in dieser Saison riss die Schweizerin das Rennen an sich und vergrößerte den Abstand von Minute zu Minute.

Etwas Rückstand musste Ryf noch beim Schwimmen hinnehmen: Jodie Swallow (GBR) stieg mit einer guten Minute Vorsprung vor einer großen Gruppe aus dem Wasser. Ähnlich wie im Rennen der Männer formierte sich auch hier eine starke Gruppe auf dem Rad: Leanda Cave und Rachel Joyce (GBR), Annabel Luxford und Liz Blatchford (AUS), Michelle Vesterby und Camilla Pedersen (DEN) sowie Mary Beth Ellis und Meredith Kessler (USA). Und Daniela Ryf.

Rachel Joyce im Ziel | Rachel Joyce darf sich wie im Vorjahr über einen Podiumsplatz freuen

Rachel Joyce darf sich wie im Vorjahr über einen Podiumsplatz freuen

Foto >Frank Wechsel

Doch der Schweizer Express startete anders als geplant. Denn Ryfs Landsfrau Caroline Steffen setzte die erste Attacke und schob sich an die Spitze. Ryf konterte. Und ließ die versammelte Mannschaft stehen. 7:20 Minuten Vorsprung trennten sie von ihren Verfolgerinnen in der ersten Wechselzone. Mirinda Carfrae hingegen schied auf der Radstrecke mit Rückenproblemen aus. Sie kam mit mehr als 5 Minuten Rückstand aus dem Wasser.

Möglicherweise ließ man Daniela Ryf über den Verbleib von Carfrae im Unklaren und die Schweizerin fürchtete eine Aufholjagt des „Rennflohs“ wie im letzten Jahr. Wahrscheinlicher ist, dass Ryf sich nicht um andere gekümmert hat und ihre eigenes Rennen durchgezogen hat. Wie sie es immer tut. Bis zur Finishline, an der sie als einzige Frau unter der Neun-Stunden-Marke blieb.

Für Caroline Steffen endete der Tag auf Platz neun. Eva Wutti aus Österreich lieferte ein ordentliches Hawaii-Debut ab und erreichte Platz 16, nach Wutti kam die in Neuseeland lebende Britta Martin ins Ziel. Die deutschen Frauen hingegen konnten vorn nicht mitreden: Beste Deutsche war die Amateurin Katrin Esefeld aus München vor Mareen Hufe auf Rang 21.

Ironman Hawaii 2015

  1. Oktober 2015, Kailua-Kona, HI, USA

Name

Nation

Gesamt

3,8 Swim

180 Bike

42,195 Run

1

Daniela Ryf

SUI

8:57:57

56:14

4:50:46

3:06:37

2

Rachel Joyce

GBR

9:10:59

56:11

5:01:29

3:08:42

3

Liz Blatchford

AUS

9:14:52

56:13

5:07:25

3:06:25

4

Michelle Vesterby

DEN

9:18:50

56:11

5:00:41

3:17:14

5

Heather Jackson

USA

9:21:45

1:04:36

5:04:43

3:07:53

6

Susie Cheetham

GBR

9:23:50

57:39

5:14:33

3:06:55

7

Sarah Pampiano

USA

9:24:32

1:10:01

5:02:28

3:06:33

8

Camilla Pedersen

DEN

9:25:41

56:14

4:59:17

3:25:23

9

Caroline Steffen

SUI

9:27:54

56:16

5:10:53

3:15:27

10

Lucy Gossage

GBR

9:28:36

1:05:08

5:02:40

3:15:51

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