„Danke, dass wir hier eine Woche in Funktionskleidung rumrennen durften“

Der letzte Höhepunkt der Ironman-Woche war die Siegerehrung. Nach den besten Agegroupern wurden die Sieger des Rennens geehrt. Ihr Dank galt ihren Familien und Supportern aber auch den Bewohnern von Kona und den zahlreichen freiwilligen Helfern.

Von > | 12. Oktober 2015 | Aus: SZENE

siegerehrung2015jpg | Siegerehrung Jan Frodeno, Daniela Ryf

Siegerehrung Jan Frodeno, Daniela Ryf

Foto >Volker Boch

„Danke, dass wir hier eine Woche in Funktionskleidung rumrennen durften“

Für Daniela Ryf ist es der Höhepunkt eines extrem erfolgreichen Jahres. Sie musste bereits erfahren, dass das Leben aus Hochs und Tiefs besteht. Jetzt ist sie auf einer Stufe mit den größten Sportlerinnen in der Geschichte des Ironman Hawaii.

„Ich bin nervöser als im Rennen, Reden sind nicht so meine Spezialität. Aber es ist mein Moment und ich habe etwas zu sagen: Vor zwei Jahren habe ich nicht über Ironman nachgedacht. Heute habe ich gewonnen, in einer Reihe mit den Legenden vor mir: Paula Newby-Fraser, Natascha Badmann, Mirinda Carfrae. Unglaublich. Glückwünsche auch an die neun anderen hier auf dem Podium und jeden, der hier gefinisht hat."

"Vor drei Jahren habe ich noch um meine Gesundheit gekämpft. Ich wusste nicht, ob mein Körper den Sport noch machen konnte, den ich so sehr liebe. Diese Momente formen dich, das macht diese Nacht noch mehr besonders für mich. Schnellen Erfolg gibt es nicht, das wisst ihr alle. Es geht darum, Herausforderungen anzunehmen. Jetzt habe ich die beste Saison meiner Karriere hinter mir. Danke an alle, die diesen Weg mit mir gegangen sind, danke für die positiven Gedanken. Meine Mutter, meine Freunde und Familie, mein Coaching Team, die Mechaniker und natürlich mein Trainer Brett Sutton. Er hatte großen Einfluss auf mich. Ich weiß jetzt, man kann erfolgreich sein und trotzdem ein ausgeglichenes Leben haben."

"Ich finde ja immer noch, dass ein Ironman viel zu lange dauert. Gestern hatte ich ein beinahe perfektes Rennen. Ein spezieller Dank an alle freiwilligen Helfer, danke für das kalte Wasser, ohne das hätte niemand dieses Rennen überstanden. Danke an Ironman und auch an die Einheimischen. Ich hoffe, im nächsten Jahr komme ich wieder."