Das sagten die Profis vor der Challenge Walchsee 2013

Am Vortag der Challenge Walchsee gaben sich die Profis ein Stelldichein bei der Pressekonferenz im Walchseer Hof, 50 Meter neben dem morgigen Zieleinlauf. Nur Timo Bracht fehlte wegen eines Messeauftritts auf dem Podium. Die Stimmen der anderen haben wir aufgezeichnet.

Von > | 31. August 2013 | Aus: SZENE

Pressekonferenz Challenge Walchsee 2013 | Die Profis bei der Pressekonferenz der Challenge Walchsee 2013: Markus Fachbach, Daniela Sämmler, Yvonne van Vlerken, Per Bittner, Jodie Swallow, James Cunnama und Markus Liebelt

Die Profis bei der Pressekonferenz der Challenge Walchsee 2013: Markus Fachbach, Daniela Sämmler, Yvonne van Vlerken, Per Bittner, Jodie Swallow, James Cunnama und Markus Liebelt

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Markus Fachbach (GER, 4. Platz Challenge Roth 2013)

In Roth war die Enttäuschung zunächst groß, ich wollte dort auf das Podium. Aber mit etwas Abstand gibt es Schlimmeres, als in Roth Vierter zu werden. Doch ich habe inzwischen genug vierte Plätze gesammelt. Die neue Radstrecke hier am Walchsee liegt mir noch mehr. Da war die Motivation groß, einen Fokus auf dieses Rennen zu legen. Es gibt keine Ausrede - es wir Zeit für das Treppchen. Ich starte erst in fünf Wochen in Barcelona wieder auf einer Langdistanz - da bleibt genug Zeit zum Regenerieren.

James Cunnama (RSA, 2. Platz Challenge Roth 2013)

Ich genieße hier meine letzten Tage in Europa, bevor die Hawaii-Vorbereitung beginnt. Ich starte nicht in Las Vegas, das Rennen ist für mich nicht WM-würdig. Es ist viel zu heiß mit 40 Grad am Renntag. Das Rennen hier passt für mich viel besser in die Vorbereitung, es ist stark besetzt und der Kurs ist sehr anspruchsvoll. Die Atmosphäre ist ganz entspannt, die Wege sind kurz - ich habe nur ein paar Sorgen vor dem Wetter. Ich werde in allen Disziplinen meine Form testen.

Markus Liebelt (AUT, 11. Platz Challenge Walchsee 2013)

Ich hatte mir das Schlüsselbein gebrochen und im Sommer eine lange Pause einlegen müssen - Walchsee ist für mich ein toller Ort für ein Comeback. Seit dem Sommer wohne und arbeite ich am Fuschlsee beim Mohrenwirt, da habe ich immer tolle Trainingspartner. Ich fühle mich in der Region hier sehr wohl. Meine besten Rennen mache ich auf selektiven Radstrecken wie hier - daher hoffe ich, dass ich meine Radstärke hier ausspielen kann.

Per Bittner (GER, 3. Platz Ironman Switzerland 2013)

Ich fühle mich gut und freue mich hier zu sein. Ich hatte ein großartige Saison. Natürlich laufen nicht immer alle Rennen gut, bei keinem von uns. Es ist schön, mit meiner Freundin Yvonne van Vlerken hier zusammen am Start zu stehen. Mit Timo Bracht, James Cunnama und Markus Fachbach sind hier echte Weltklasseathleten am Start. Es kann so viel passieren beim Triathlon, das weiß jeder, der selbst aktiv ist. Mal sehen, wie es hier für mich ausgehen wird - das Ziel ist auf jeden Fall das Podium. 

Daniela Sämmler (GER, 2. Platz Ironman Copenhagen 2013)

So richtig frisch fühle ich mich noch nicht, aber dafür, dass der Ironman Copenhagen erst zwei Wochen her ist, fühle ich mich erstaunlich gut erholt. Mal schauen, wie es dann am Sonntag wird. Es sind ja einige starke Mädels da. Ich werde mich an die Finnin Kaisa Lehtonen halten, sie war im letzten Jahr Dritte, ich Fünfte.

Jodie Swallow (GBR, 1. Platz Ironman Sweden 2013)

Ich habe zuletzt in der Schweiz trainiert, das war sehr ruhig. Nun bin ich hier, das ist noch viel ruhiger. Wenn man ein Rennen gewinnt, erholt man sich schneller, daher habe ich den Ironman in Schweden gut weggesteckt. Ich habe mein Training für Hawaii aufgenommen und dieses Rennen ist nur ein Test. Zusammen mit meinem Freund James am Start zu stehen, ist nicht einfach - meistens hat einer von uns ein gutes und der andere ein schlechtes Rennen, wenn wir zusammen antreten.

Yvonne van Vlerken (NED, 1. Platz Challenge Walchsee 2010 und 2011)

Ich freue mich sehr auf die neue Radstrecke, da ich dann sehen kann, wie es meinem Freund Per Bittner geht. Bei uns hat niemand "die Hosen an" - wir werden am Sonntag jeder eine eigene tragen. Mir liegen die Challenge-Rennen sehr am Herzen, ich bin froh, dass ich nach einem Jahr Pause wieder zurück am Walchsee bin.