Drei Profis, ein Ziel: Hufe, Bittner und Kramer auf Titeljagd

Mit einem erfolgreichen Rennen wollen sich Mareen Hufe, Christian Kramer und Per Bittner am Wochenende beim Ironman Western Australia in die Weihnachtsferien verabschieden. Hufe bekommt es mit Roth-Champion Yvonne van Vlerken zu tun. Kramer und Bittner müssen sich in Down Under gegen Denis Chevrot, David Dellow und Luke McKenzie behaupten.

Von > | 3. Dezember 2015 | Aus: SZENE

Christian Kramer - Hawaii 2015 | Christian Kramer beim Ironman Hawaii 2015

Christian Kramer beim Ironman Hawaii 2015

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Im März 2012 feierte Mareen Hufe in Australien ihr Profidebüt. Seitdem verbringt sie den europäischen Winter am liebsten Down Under. Auch in diesem Jahr entflieht die Weselerin den kühlen Temperaturen ihrer westfälischen Heimat. Doch im Unterschied zu den letzten Jahren begann der Trip ans andere Ende der Welt dieses Mal mit einem Schreckmoment. Beim Ironman 70.3 Mandurah verlor Hufe an einer Verpflegungsstation die Kontrolle über ihr Rad und stürzte. Sie und das Bike kamen mit Schürfwunden davon, sodass ihrem Start beim Ironman Western Australia am Sonntag nichts im Weg steht. 2014 musste Hufe am Busselton Jetty nur der deutschen Wahl-Neuseeländerin Britta Martin den Vortritt lassen und feierte in persönlicher Bestzeit (9:00:21 Std.) den bisher größten Erfolg ihrer Profikarriere. Für den ersten Sieg muss die 37-Jährige dieses Mal aber eine der erfolgreichsten Langdistanzathletinnen der vergangenen Jahre bezwingen. Yvonne van Vlerken will nach einer selbst verordneten Hawaiipause - gekrönt vom dritten Roth-Sieg und zwei weiteren Titeln in Maastricht und Barcelona - 2016 noch einmal Anlauf Richtung Big Island nehmen. Ein weiterer Sieg wäre für die ebenfalls 37-jährige Niederländerin vermutlich schon mehr als die halbe Miete. Auf einen Ausrutscher der beiden Favoritinnen spekulieren die US-Amerikanerin Sarah Piampiano sowie eine Handvoll Australierinnen, darunter Kate Bevilaqua. Als zweite Deutsche im nur zehn Athletinnen starken Frauenfeld geht Kathrin Walther ins Rennen.

Wer macht das Dutzend voll?

Auch Christian Kramer und Per Bittner sind noch auf der Jagd nach ihrem ersten Ironmantitel. Kramer hat schon drei zweite Plätze auf dem Konto, darunter den beim Ironman Lanzarote in diesem Jahr. Was im Mai so vielversprechend begann, endete vor einigen Wochen auf Hawaii allerdings wie schon 2014 enttäuschend. Nach überragendem Schwimmen und einer ordentlichen Radleistung lief ausgerechnet in der Schokoladendisziplin des 32-Jährigen nichts zusammen. Doch Kramer hat sich schon wieder aufgerappelt und ist mit dem dritten Platz beim Ironman 70.3 Taiwan auf seine Road to Kona 2016 eingebogen. Umso wichtiger wäre es nun, auch in Busselton vorn mitzumischen. Wie das geht, kann ihm Per Bittner erzählen. Der Leipziger stand 2014 an gleicher Stelle - nach einem seiner besten Langdistanzrennen - neben dem Franzosen Denis Chevrot und Patrik Nillson (SWE) auf dem Podium. Auch Bittner nimmt nach einer starken Saison mit Platz vier bei der Challenge Roth und dem Podium in Barcelona wieder Kurs auf Kailua-Kona. Kramer und Bittner trafen sich zuletzt im März 2015. Ebenfalls Down Under - beim Ironman Melbourne. Mit den Plätzen vier und neun wären sie nach dem Rennen am kommenden Sonntag dann wohl weniger zufrieden. Im besten Fall kann sich einer der beiden über den zwölften Ironmansieg eines deutschen Profis in 2015 freuen.

Die Konkurrenten der Deutschen

Die beiden Deutschen treffen an der Westküste Australiens unter anderem auf Titelverteidiger Dennis Chevrot (FRA), der ähnlich wie Kramer, entäuscht und sogar ohne Ergebnis von der Ironman-WM abreisen musste. Neben seinem Landsmann Simon Billeau haben die Australier Luke McKenzie, David Dellow und Todd Skipworth sowie Schwedens Fredrik Croneborg, der Finne Jarmo Hast und Jens Petersen-Bach aus Dänemark für den letzten Ironman des Jahres 2015 gemeldet.