Ellbogenbruch bei Jodie Swallow

Jodie Swallows rätselhafter Sturz auf der Radstrecke des Ironman Südafrika hat einschneidende Folgen: Die Britin hat sich den Ellbogen gebrochen. Ironman untersucht, ob der TV-Helikopter etwas mit dem Unfall zu tun hatte.

Von > | 14. April 2016 | Aus: SZENE

Ironman 70.3 WM Zell am See Pressekonferenz-03 | Etwas weniger optimistisch ist Jodie Swallow. Die Britin kam in der Saison 2015 noch nicht wirklich in Schwung.

Etwas weniger optimistisch ist Jodie Swallow. Die Britin kam in der Saison 2015 noch nicht wirklich in Schwung.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Eine Textnachricht des behandelnden Arztes brachte die traurige Gewissheit: "Ich habe mir den Ellbogen gebrochen", teilte Jodie Swallow am Donnerstagmorgen über Twitter mit. "Verdammt nochmal."

"Wir untersuchen den Vorfall"

Die Britin war beim Ironman Südafrika in Führung liegend auf dem Rad gestürzt. Zwar hatte sie anschließend zunächst versucht, das Rennen trotzdem fortzusetzen, schaffte es unter großen Schmerzen aber nicht ins Ziel. Das Bahrain-Endurance-13-Team, dem Swallow angehört, hatte bereits kurz nach dem Unfall mittels sozialer Netzwerke behauptet, ein Helikopter sei Schuld an Swallows Sturz. Ironman-Europa-Pressechef Stefan Jäger schränkte die selbstbewusste Darstellung des Bahrainer Teams am Rennabend ein. "Laut Referees war es nicht der Helikopter", kommentierte Jäger unter einem Facebook-Post des Triathlon-Fotografen Ingo Kutsche, der das Rennen via Livestream verfolgt hatte. Ob die Schiedsrichter beurteilen können, ob der Wind des Helikopters Swallow aus der Bahn geworfen hat, ist allerdings fraglich - zumal Swallow unmittelbar nach dem Unfall mehrfach in Richtung des Hubschraubers zeigte. Zu sehen ist das in der in der Aufzeichnung des Livestreams nach etwa 4:25:00 Stunden.

"Ich finde es merkwürdig, dass wenige Minuten nach dem Sturz jemand vom Bahrain-Team gleich so etwas postet", schrieb Jäger am Renntag auf Facebook. Er und Ironman selbst wollen zu dem Vorfall nicht so schnell urteilen. "Wir sind dabei, alle Aspekte zu untersuchen. Das braucht erfahrungsgemäß ein wenig Zeit", erklärte Stefan Jäger auf Anfrage gegenüber tri-mag.de. Druck wird Ironman dabei zumindest öffentlich von Seiten des Teams aus Bahrain wohl nicht mehr bekommen. Das Team Bahrain Endurance 13 erklärte auf Nachfrage, dass weder sie, noch ihr Teammitglied Jodie Swallow zu dem Vorfall offizielle Statements abgeben wollen.