Falsch gefahren: Raelert und Küng zurückgesetzt

Nachdem einige Profi-Männer bei der Challenge Dubai versehentlich an einem Kreisel auf der Radstrecke falsch abgebogen sind, hat der Veranstalter vierminütige "Kompensationen" ausgesprochen. Michael Raelert verliert damit seinen zweiten Platz an Tim Reed, Küng rutscht auf Rang neun.

Von > | 27. Februar 2015 | Aus: SZENE

Challenge Dubai 2015 - Radfahren - 05

Foto >Nis Sienknecht / spomedis

Schon während des Rennens wunderten sich einige Profis darüber, dass die Konkurrenz ihnen auf kurzer Strecke plötzlich weit enteilt sein solle. Nach dem Rennen wurde versucht, das in stundenlanger Analyse aufzuarbeiten. Mit einer ungewöhnlichen Lösung. So rekonstruierte der Veranstalter, dass eine Gruppe von Top-Athleten, die zu der Zeit auf der Verfolgung des Dänen Martin Jensen war, unwissentlich abgekürzt habe. Betroffen sind Terenzo Bozzone, Manuel Küng, Michael Raelert, Ben Collins und Andy Potts. Sie sollen in einem Kreisverkehr falsch abgebogen sein und deshalb nicht die kompletten 90 Radkilometer absolviert haben. 

Weil die Rennjury überzeugt war, dass die Profis sich diesen Vorteil nicht willentlich verschafft haben, wurden diese nicht disqualifiziert, sondern jeweils eine vierminütige "Kompensationsstrafe" ausgesprochen. Das solle bei einer angenommenen Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h ungefähr der Streckenlänge entsprechen, die abgekürzt wurde. 

Die Konsequenz: Bozzone bleibt Sieger der Challenge Dubai, Raelert fällt knapp auf Rang drei zurück. Seinen Platz nimmt der Australier Tim Reed ein, der das Ziel als Vierter erreichte. Küng fällt auf Rang neun zurück, Potts und Collins rutschen aus den Top-Ten.