Frommhold ist der Favorit

Obwohl er die Premiere des Ironman 70.3 im polnischen Gdynia aus dem vollen Training heraus bestreitet, geht Nils Frommhold als Favorit Nummer eins an den Start. Gelingt dem Roth-Champion der erste Sieg über die Mitteldistanz?

Von > | 7. August 2015 | Aus: SZENE

Nils Frommhold Checkin | Nils Frommhold

Nils Frommhold

Foto >Getty Images

Schon oft war Nils Frommhold ganz nah dran an einem Mitteldistanz-Sieg in einer der beiden Rennserien von Ironman oder der Challenge Family. Doch geklappt hat es bisher noch nicht. Das könnte sich am Wochenende in der Gdansker Bucht ändern. Beim erstmals als Ironman 70.3 ausgetragenen Rennen in Polen geht Frommhold als Favorit an den Start, obwohl er es "voll aus dem Training heraus" in Angriff nimmt: „Mein Fokus liegt 1.000-prozentig auf Hawaii. Ich habe bis zum Donnerstag noch einen harten Block trainiert“, erklärt der 28-Jährige. Auf dem Weg nach Kona nimmt er noch die 70.3-WM in Zell am See in den Rennkalender auf, um dort "aus meinen Möglichkeiten das Beste zu machen." Deshalb sei das Rennen am Sonntag ein reiner Trainingswettkampf, als „Experiment“. Und ein Test für die Strecke in Zell am See: „Dort wird man in der Mitte des Parcours am Berg über sein Limit gehen müssen. Deshalb möchte ich in Gdynia auf dem Rad ein, zwei schnellere Einlagen von zehn bis zwanzig Minuten einbauen. Wenn es gelingt, kann ich dadurch eine extreme Situation simulieren.“

Trotz der Ausrichtung und der harten Trainingswochen in den Beinen ist Nils Frommhold in Gdynia Siegkandidat Nummer eins. „Ich gehe als Favorit ins Rennen und nehme die Rolle auch gern an“, zeigt er sich selbstbewusst. „Von den Kontrahenten rechne ich am ehesten mit Markus Thomschke, er ist ein sehr guter Radfahrer.“ Der Sachse konzentriert sich 2015 voll auf die Mitteldistanz und war zuletzt in Stafffordshire und Haugesund Zweiter. Weitere Favoriten sind Denis Chevrot aus Frankreich, der italienische Vorjahreszweite Massimo Cigana, Anton Blokhin aus der Ukraine und der Oberbayer Markus Hörmann.