Frommhold und Raelert starten schwungvoll

Von wegen Bauch vollschlagen und Beine hochlegen: Mit starken Leistungen haben einige Triathlonprofis das neue Jahr begrüßt. So setzte Nils Frommhold in Berlin als Zweiter ein Ausrufezeichen und Michael Raelert gewann in seiner Heimatstadt Rostock den traditionsreichen Neujahrslauf. Auch Kristin Möller, Horst Reichel und Patrick Lange waren schon schnell unterwegs.

Von > | 5. Januar 2015 | Aus: SZENE

Michael Raelert auf der Laufstrecke | Michael Raelert auf der Laufstrecke des Ironman 70.3 Rügen.

Michael Raelert auf der Laufstrecke des Ironman 70.3 Rügen.

Foto >Silke Insel / spomedis

Nicht weniger als der Ironman-70.3-WM-Titel steht 2015 auf der Agenda von Michael Raelert. Dafür schindet sich der 34-Jährige vom ersten Tag des neuen Jahres an. Gemeinsam mit mehr als 300 Läufern ging der gebürtige Rostocker am vergangenen Samstag auf die heimatliche 11-Kilometer-Strecke durch die Südstadt. In 36:40 Minuten war Raelert beim 36. Silvester- und Neujahrslauf der Schnellste.

Frommhold im Grunewald

Und Raelert war bei Weitem nicht der Einzige, der seine Beine schon kurz nach den Feiertagen einem ersten kleinen Formtest unterzog. Beim Silvesterlauf im Berliner Grunewald brauchte Nils Frommhold für die knapp zehn Kilometer 36:14 Minuten. Nur Johannes Riewe (LG Nord Berlin) war schneller als der Sechste der Ironman-WM. Der frühere DTU-Kaderathlet und Olympiateilnehmer von London, Christian Prochnow, landete in Potsdam ebenfalls auf dem zweiten Platz. Suse Werner (Triathlon Team Potsdam) gewann das Rennen der Frauen. Auch beim traditionsreichen Silvesterlauf in Griesheim mischten zwei Triathleten vorn mit: Nicole Best siegte bei den Frauen, der Gewinner des Ironman Kalmar, Horst Reichel, lief die zehn Kilometer in starken 34:37 Minuten und wurde im Männerrennen Dritter. Etwa fünf Minuten länger war Julia Gajer auf dem 11,1 Kilometer langen Kurs in Bietigheim unterwegs. Als Achte schlug sich die aktuell beste deutsche Langdistanztriathletin gegen die vielen Laufspezialistinnen achtbar.

Patrick Lange beim Heddesheimer Silvesterlauf 2014 | Heddesheimer Meile: Patrick Lange läuft bei winterlichen Bedingungen auf den dritten Platz.

Heddesheimer Meile: Patrick Lange läuft bei winterlichen Bedingungen auf den dritten Platz.

Foto >fotouk, Uwe Klein

Heimvorteil genutzt

Zum sportlichen Heimspiel traten zwischen den Jahren auch Kristin Möller, Patrick Lange, Christopher Hettich und Christian Brader an. Die Erlangerin siegte in Neuburg an der Donau beim Lauf über sechs Kilometer (22:29 Min.), Lange wurde auf der Heddesheimer Meile (7,7 km) in 24:47 Minuten Dritter. Hettich lief die zehn Kilometer in Backnang in beachtlichen 31:20 Minuten und teilte sich den Sieg mit Heiko Baier von der LG Braunschweig. Der Memminger Christian Brader lief in Kempten auf den achten Platz. Ebenfalls Achter wurde Jungprofi Markus Liebelt in Erfurt. Junioren-Welt- und Europameisterin Laura Lindemann bekam es beim Internationalen Silvesterlauf im österreichischen Peuerbach über 5,1 Kilometer mit Topathletinnen wie Anna und Lisa Hahner sowie einigen starken Kenianerinnen zu tun. Mit einer Zeit von 18:02 Minuten hatte Lindemann gegen die Spezialistinnen keine Chance und wurde 16..