Göhner setzt sich die Krone auf

Der Reutlinger Michael Göhner und Erika Csomor aus Ungarn haben den ersten Austria Ironman 70.3 in St. Pölten gewonnen. Göhner verwies bei strömendem Regen nach 3:54:49 Stunden den Belgier Gerrit Schellens und Hans Mühlbauer (Bad Reichenhall) auf die Plätze.

Von > | 2. Juni 2007 | Aus: SZENE

Michael Göhner | Michael Göhner beim Ironman Hawaii 2011

Michael Göhner beim Ironman Hawaii 2011

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Lokalmatadoren stark

Mehr als 600 Athleten aus 40 Ländern standen am Samstagmorgen an der Startlinie am Viehofener See in St. Pölten. Als schnellster Schwimmer erwies sich der Australier Mitch Dean, der nach gut 25 Minuten das Wasser verlies. Doch schon in der Wechselzone verlor er seine Spitzenposition an den Österreicher Daniel Niederreiter, der sich dicht gefolgt von Dean und Markus Ressler - ebenfalls Österreich - auf die 90 Kilometer lange Radstrecke machte. Der Lahnsteiner Markus Fachbach und Michael Göhner (TSG Reutlingen) organisierten die Verfolgung der beiden und konnten schnell aufschließen. Göhner, der die mit Abstand schnellste Radzeit fuhr, setzte sich 20 Kilometer vor dem zweiten Wechsel von der Spitzengruppe ab, während Fachbach nach einem Sturz abreißen lassen musste. Der junge Deutsche ging dennoch als Zweiter auf die Laufstrecke - mit einem Rückstand von knapp drei Minuten auf Göhner. Daniel Niederreiter  verteidigte seinen dritten Platz weiter tapfer.

Göhner lässt nichts mehr anbrennen

Auf den ersten fünf Laufkilometern - der Regen hatte mittlerweile nachgelassen - konnte Göhner seinen Vorsprung auf mehr als vier Minuten ausbauen. Niederreiter verlor inzwischen die dritte Position an Duathlon-Weltmeister Leon Griffin aus Australien. Weitere fünf Kilometer später wurden die Positionskämpfe härter. Die deutsche Langstreckenhoffnung Hans Mühlbauer (TSV Bad Reichenhall) und der Belgier Gerrit Schellens hatten sich auf die Plätze zwei und drei nach vorn gelaufen. Den ersten Ironman 70.3-Sieg von Michael Göhner konnten aber auch sie nicht verhindern. Der 26-Jährige siegte am Ende mit über fünf Minuten Vorsprung in 3:54:49 Stunden vor Schellens (4:00:05 Stunden) und Mühlbauer (4:00:08 Stunden). Als Vierter und damit bester Österreicher kam der Grazer Werner Leitner ins Ziel. Markus Fachbach gab das Rennen mit einem gebrochenen Handgelenk nach elf Laufkilometern auf.

Csomor im Finish am stärksten

Bei den Damen dominierte zunächst die Neuseeländerin Gina Ferguson das Geschehen. Ihre Führung hatte auf der Radstrecke allerdings nur kurze Zeit Bestand. Charlotte Kolters aus Dänemark schloss schnell zu Ferguson auf und übernahm sofort die Spitze, die sie bis zum zweiten Wechsel verteidigen konnte. Auch auf der Laufstrecke sah es zunächst gut aus für die Skandinavierin. Erst bei Kilometer elf erreichten die laufstarke Erika Csomor aus Ungarn und die Südtirolerin Edith Niederfriniger die Führende. Csomor, die vor wenigen Wochen beim Powerman in Holland triumphiert hatte, setzte fünf Kilometer vor dem Ziel alles auf eine Karte und erreichte die Tennisanlage in St. Pölten nach 4:24:39 Stunden gut drei Minuten vor Kolters und Niederfriniger. Wie bei den Männern reichte es im Frauenrennen für die beste Österreicherin Veronika Hauke nur zum undankbaren vierten Rang. Katrin Esefeld von der LG Mettenheim beendete  das Rennen als beste deutsche Starterin auf Platz sieben.

Austria Ironman 70.3, Frauen

  1. Juni 2007, St. Pölten (Österreich)

1,9 km Run, 90 km Bike, 21,1 km Run

1

Erika Csomor

HUN

4:24:39

2

Charlotte Kolters

DEN

4:28:00

3

Edith Niederfriniger

ITA

4:31:26

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Austria Ironman 70.3, Männer

  1. Juni 2007, St. Pölten (Österreich)

1,9 km Run, 90 km Bike, 21,1 km Run

1

Michael Göhner

GER

3:54:49

2

Gerrit Schellens

BEL

4:00:05

3

Hans Mühlbauer

GER

4:00:13

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