Gómez überragend, Bazlen Dritte

Javier Gómez hat die neue Saison eröffnet wie die vergangene zu Ende ging. Mit einem furiosen Sieg beim Ironman 70.3 Panama ist der Spanier schon jetzt einer der großen Favoriten für die Ironman-70.3-WM im September in Mont-Tremblant. Svenja Bazlen schaffte bei ihrem Saisondebüt den Sprung aufs Podium. Nur Angela Naeth und Catriona Morrison waren schneller.

Von > | 17. Februar 2014 | Aus: SZENE

2013_BIT_Javier_wins_CROP | Javier Gómez

Javier Gómez

Foto >Veranstalter

Javier Gómez hat in Panama für den ersten Paukenschlag der Saison gesorgt. Der derzeit kompletteste Triathlet der Welt war auch in seinem zweiten Rennen über die Mitteldistanz nicht zu schlagen. Weder der überragende Radfahrer Andrew Starykowicz (USA) noch Gómez' frühere Konkurrenten von der ITU-Kurzdistanz fanden ein geeignetes Rezept, um den 30-Jährigen ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Bei den Frauen hielt Svenja Bazlen zwar 70.3-Vizeweltmeisterin Heather Jackson in Schach, musste sich am Ende aber trotzdem mit dem dritten Platz begnügen.

Gómez gnadenlos

Angetrieben von starker Strömung wurden Javier Gómez und der Belgier Axel Zeebroek schon weniger als 17 Minuten nach dem Start des Rennens wieder ans Ufer des Panamakanals gespült. Etwa 30 Sekunden hinter dem Führungsduo formierte sich eine starke Verfolgergruppe - unter anderem mit Starykowicz, dem Australier Richie Cunningham, Matt Chrabot und Matt Reed (beide USA), Bevan Docherty (NZL) und dem Schweizer Manuel Küng. Andrew Starykowicz, der zuletzt auf Fuerteventura auch mit Sebastian Kienle an seiner Form gefeilt hatte, ließ sich danach nicht auf taktische Spielchen ein und ergriff schon auf der ersten von vier Radrunden die Initiative. Der US-Amerikaner brauchte nur wenige Kilometer, um seine Begleiter abzuschütteln und Gómez und Zeebroek zu stellen. In 2:02:25 Stunden verpasste er nur knapp die 2-Stunden-Marke. Und nur der Franzose Bertrand Billard und Chrabot konnten den Rückstand beim zweiten Wechsel unter zwei Minuten halten. Gómez, der von Starykowicz auf den 90 Kilometern fast vier Minuten kassierte, rutschte zwischenzeitlich bis auf den siebten Platz nach hinten.

Doch der Spanier brauchte im Finale keine fünf Kilometer, um den Spieß wieder umzudrehen. In unter 72 Minuten spulte der amtierende ITU-Weltmeister die 21,1 Laufkilometer ab - damit war er mehr als vier Minuten schneller als Chrabot, Starykowicz verlor sogar mehr als zehn Minuten. Im Ziel buchte Gómez nach 3:38:28 Stunden 1.500 Punkte auf sein Konto im Kona Pro Ranking. Offiziell angekündigt hat er seinen Start bei der 70.3-WM im kanadischen Mont-Tremblant zwar noch nicht; Sebastian Kienle sollte sich dennoch schon einmal auf das Duell mit dem Galizier einstellen. Der verwies bei den schwül-heißen Bedingungen in Panama den US-Amerikaner Chrabot und Billard auf die Plätze zwei und drei. Die Schweizer Manuel Küng und Jan Van Berkel landeten auf den Rängen zehn und elf.

Ironman 70.3 Panama | Männer

  1. Februar 2014, Panama City (PAN)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Javier Gómez

ESP

3:38:28

16:29

2:06:08

1:11:59

2

Matt Chrabot

USA

3:42:12

16:59

2:04:51

1:16:29

3

Bertrand Billard

FRA

3:43:24

17:22

2:04:04

1:17:57

4

Richie Cunningham

AUS

3:45:42

16:59

2:05:23

1:19:15

5

Andrew Starykowicz

USA

3:46:26

16:58

2:02:25

1:22:36

Swipe me

Morrison riskiert, Naeth kontert

Im Rennen der Frauen fiel die Entscheidung um den Sieg erst knapp zwei Kilometer vor dem Ziel. Da holte sich Angela Naeth die Führung zurück, die ihr die Schottin Catriona Morrison bei Laufkilometer acht abgejagt hatte. Beim Schwimmen hatten die beiden zuvor keine Rolle gespielt. Gegen die Geschwister Laurel und Rebeccah Wassner und Mary Beth Ellis (alle USA) waren im Wasser aber nicht nur Naeth und Morrison, sondern auch die Deutsche Svenja Bazlen und 70.3-Vizeweltmeisterin Heather Jackson (USA) chancenlos. Naeth brauchte zwei der vier Radrunden, um sich an die Spitze des Rennens zu setzen. Bazlen konnte den Kontakt zur 70.3-Spezialistin noch am längsten halten - verlor bis zum zweiten Wechsel aber auch rund zweieinhalb Minuten auf die Kanadierin und schob ihr Rad weniger als 30 Sekunden vor Morrison als Zweite zurück in die Wechselzone. Das hohe Anfangstempo der Britin konnte oder wollte die Reutlingerin aber nicht mitgehen, als diese zu ihr auflief. Aus dem Fernduell zwischen Naeth und Morrison wurde danach ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Erst verlor Naeth die Führung an die Vierte der 70.3-WM von 2013, wenige Kilometer später setzte sie einen Konter, den Morrison nicht abwehren konnte. Nach 4:04:58 Stunden stand ihr Sieg auch offiziell fest. Morrison brachte den zweiten Platz sicher ins Ziel. Auch Bazlen hatte keine Mühe, ihren Podiumsplatz zu verteidigen. Natascha Badmann und Ricarda Lisk beendeten das Rennen auf den Plätzen acht und neun.

Ironman 70.3 Panama | Frauen

  1. Februar 2014, Panama City (PAN)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Angela Naeth

CAN

4:04:58

19:24

2:15:04

1:25:53

2

Catriona Morrison

GBR

4:06:16

18:42

2:18:37

1:24:01

3

Svenja Bazlen

GER

4:08:12

18:10

2:18:49

1:26:34

4

Heather Jackson

USA

4:13:24

19:40

2:18:32

1:30:34

5

Ruth Brennan Morrey

USA

4:14:22

21:11

2:26:41

1:21:31

Swipe me