Hannes Hempel verzichtet auf Öffnung der B-Probe

Der Österreicher Hannes Hempel hat nach seinem positiven Dopingtest auf eine Analyse der B-Probe verzichtet. Der ehemalige Rad- und Triathlonprofi erklärte stattdessen seinen Rücktritt. Dem 39-Jährigen droht eine lange Sperre, schließlich war er schon einmal für vier Jahre suspendiert.

Von > | 2. Mai 2013 | Aus: SZENE

Hannes Hempel | Keine B-Probe: Hannes Hempel tritt mit sofortiger Wirkung zurück.

Keine B-Probe: Hannes Hempel tritt mit sofortiger Wirkung zurück.

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Karriereende statt Sperre Nummer zwei: Offenbar sieht Hannes Hempel keine Chance, seine Laufbahn im Profisport zu einem versöhnlichen Abschluss zu bringen. Der Kärntner war am 8. Mai in einer Trainingskontrolle positiv auf Testosteron getestet worden. Auf die mögliche Öffnung einer B-Probe verzichtet er nun. Hempel scheint ohnehin nicht an ein faires Verfahren zu glauben, wie man den Worten auf seiner Homepage entnehmen kann: "Aus Erfahrung weiß ich, dass meine Sperre bereits feststeht und ich bin nicht gewillt, so viel Geld in einen aussichtslosen Streit mit der NADA Austria zu investieren. Selbst wenn meine Unschuld bewiesen werden könnte, dürfte ich heuer nicht mehr an Wettkämpfen teilnehmen. Die Saison 2013 wäre meine letzte gewesen."

Im Falle einer Bestätigung des A-Proben-Ergebnisses hätte Hempel eine lange Sperre gedroht. Denn er war 2010 schon einmal rückwirkend ab Mai 2008 gesperrt worden, weil er das Blutdopingmittel CERA an den Radprofi Bernhard Kohl weitergegeben hatte. Hempel selbst war als Radprofi für mehrere Rennställe unterwegs und fuhr im Jahr 2001 für das deutsche Profiradteam Gerolsteiner, 2003 wechselte er zum Triathlon. Ein Umfeld, in dem sich Hempel jetzt offensichtlich nicht mehr wohl fühlt: "Ich habe das Gefühl, dass man mich in der Triathlonszene loswerden wollte. Deswegen gebe ich mit sofortiger Wirkung meinen Rücktritt aus dem Profisport bekannt."