Heimsieg für Cunnama, Al-Sultan Sechster

Im dritten Anlauf hat der Südafrikaner James Cunnama beim Ironman 70.3 in Buffalo City den ersehnten Heimsieg eingefahren. Er gewann das Rennen am Indischen Ozean vor dem Briten Will Clarke und Romain Guillaume aus Frankreich. Faris Al-Sultan und Johannes Moldan belegten die Plätze sechs und acht. Jodie Swallow triumphierte bei den Frauen zum vierten Mal in Folge.

Von > | 27. Januar 2014 | Aus: SZENE

Faris | Faris Al-Sultan beim Ironman Hawaii 2013

Faris Al-Sultan beim Ironman Hawaii 2013

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Nur 83 Sekunden trennten die schnellsten Profimänner im Ziel des ersten Ironman 70.3 des Jahres - nach einem hochspannenden Rennen, in dem anfangs auch Faris Al-Sultan eine wichtige Rolle spielte. Beim Schwimmen klemmte sich der Deutsche an die Fersen von Marko Albert (EST) und Will Clarke (GBR) und verschaffte sich so schon nach knapp zwei Rennkilometern ein Polster von mehr als einer Minute auf James Cunnama, den großen Favoriten. Der Südafrikaer kam ihm auch auf dem Rad nicht näher - verlor dort sogar noch einmal 60 Sekunden auf Al-Sultan. Der machte an der Spitze des Feldes zunächst gemeinsame Sache mit Clarke - bis nach 20 Radkilometern der Franzose Romain Guillaume zur Spitze aufschloss und sich später nach vorn absetzen konnte. Clarke verlor - zumindest auf dem Rad - danach den Faden und fiel bis zum zweiten Wechsel auf den achten Platz zurück. Für Al-Sultan wurde die zweitschnellste Radzeit gestoppt - das brachte den 36-Jährigen in eine glänzende Ausgangsposition fürs Laufen. Etwa zwei Minuten nach Guillaume und zwei vor Cunnama wechselte er in die Laufschuhe.

Gejagt und geschnappt

Doch auf dem größtenteils flachen Kurs entlang der Strandpromenade von Buffalo City war er gegen die schnellsten Läufer im Feld chancenlos. Nahezu im Gleichschritt rückten ihm Clarke und Cunnama zügig auf die Pelle. Noch vor dem Ende der ersten von zwei Runden kassierten sie den Ironmanweltmeister von 2005 mühelos. Ein Problem hatte das Duo da allerdings immer noch vor sich: Romain Guillaume. Der Franzose kämpfte verzweifelt um den Sieg. Fünf Kilometer vor dem Ziel - Cunnama hatte sich inzwischen von Clarke absetzen können - hatte Guillaume den Südafrikaner dann direkt im Nacken. Kurz darauf zog der nochmals das Tempo an und sorgte damit für die Vorentscheidung. Auch Clarke schnappte sich seinen neuen Kollegen vom Uplace-BMC-Team noch und kletterte nach Lanzarote 2013 zum zweiten Mal auf ein Ironman-70.3-Podium. Cunnama brachte 24 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie und ließ sich dort von seinen Landsleute feiern, die nach fünf Jahren zum ersten Mal wieder den Sieg eines Südafrikaner bejubeln durften. Faris Al-Sultan musste sich beim Laufen noch zwei Konkurrenten beugen und beendete seinen Saisoneinstand auf dem sechsten Platz. Johannes Moldan schaffte den Sprung unter die TopTen und wurde vier Minuten dahinter Achter. Der Österreicher Andreas Giglmayr gab bei seinem Debüt über die Mitteldistanz in der ersten Laufrunde auf. 

Ironman 70.3 Südafrika | Männer

  1. Januar 2014, Buffalo City (RSA)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

James Cunnama

RSA

4:05:01

24:38

2:20:41

1:16:01

2

Will Clarke

GBR

4:05:24

23:42

2:22:28

1:15:24

3

Romain Guillaume

FRA

4:06:24

24:08

2:17:00

1:20:59

4

Stuart Marais

RSA

4:06:38

24:39

2:20:46

1:16:44

5

Igor Amorelli

BRA

4:07:58

24:39

2:21:00

1:18:17

6

Faris Al-Sultan

GER

4:08:42

23:46

2:19:44

1:20:58

7

Bert Jammaer

BEL

4:10:57

24:40

2:20:46

1:21:24

8

Johannes Moldan

GER

4:12:38

26:36

2:21:20

1:20:21

9

Kyle Buckingham

RSA

4:13:42

24:40

2:24:00

1:20:59

10

Marko Albert

EST

4:13:56

23:40

2:27:21

1:18:32

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Swallow ohne Mühe

Weitaus weniger Spannungsmomente bot das Rennen der Frauen. Das lag einzig und allein an Jodie Swallow, die das Rennen in der Provinz East London seit nunmehr vier Jahren dominiert. Einmal mehr war sie im Wasser und auf dem Rad die schnellste eines kleinen Profifeldes. Nur Lucie Reed konnte den Rückstand in Grenzen halten - eine echte Siegchance hatte aber auch die in Südafrika lebende Tschechin nie. Swallow ging mit knapp drei Minuten Vorsprung auf den Halbmarathon und verwaltete diesen gegen Reed bis ins Ziel. Die Schweizerin Simone Braendli und Camilla Lindholm (SWE) waren in den Laufschuhen zwar deutlich schneller als die Siegerin - hatten nach dem Radfahren aber bereits aussichtslos zurück gelegen. Braendli brachte Reed auf den letzten Kilometern noch einmal ins Schwitzen. Am Ende reichte es für die Eidgenössin noch zum guten dritten Platz. Reed wurde wie 2012 Zweite. Während Swallow im Ziel von ihrem Lebensgefährten und Männersieger James Cunnama empfangen wurde.

Ironman 70.3 Südafrika | Frauen

  1. Januar 2014, Buffalo City (RSA)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Jodie Swallow

GBR

4:37:01

23:52

2:38:50

1:29:57

2

Lucie Reed

CZE

4:40:48

24:39

2:40:42

1:30:59

3

Simone Braendli

SUI

4:42:40

26:40

2:44:16

1:26:43

4

Camilla Lindholm

SWE

4:48:15

34:07

2:43:54

1:25:08

5

Jeanne Collonge

FRA

4:51:09

28:56

2:45:19

1:31:53

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