Hoffman siegt, Göhner erkämpft Platz drei

Michael Göhner hat den Ironman Wisconsin auf Rang drei beendet und sich damit seine ersten Qualifikationspunkte für Hawaii 2013 geholt. Lediglich Ben Hoffman aus den USA und der Argentinier Eduardo Sturla waren am Sonntag schneller als der Reutlinger. Bei den Frauen sorgte Hoffmans Landsfrau Elizabeth Lyles für die Überraschung des Tages.

Von > | 10. September 2012 | Aus: SZENE

Saisoneinstieg gelungen | Spontan-Zweiter: Michael Göhner entschied sich erst einen Tag vor dem Rennen für den Start auf Mallorca

Spontan-Zweiter: Michael Göhner entschied sich erst einen Tag vor dem Rennen für den Start auf Mallorca

Foto >Jan Sägert / spomedis

Michael Göhner hat seine Chance genutzt und beim Ironman Wisconsin die ersten 780 Punkte für das frisch gestartete Kona Pro Ranking 2013 eingefahren. Auf dem anspruchsvollen Kurs im Norden der USA reichten dem 32-Jährigen ausgeglichene Leistungen auf dem Rad und in den Laufschuhen, um sich nach Platz zwölf beim Schwimmen noch bis auf den dritten Rang vorzukämpfen. Den Sieg des einheimischen Topfavoriten Ben Hoffman konnte Göhner aber zu keinem Zeitpunkt des Rennens gefährden.

Hoffman dominiert, Göhner beißt

Als Dritter war der US-Amerikaner Hoffman aus dem Lake Monona gestiegen und lag damit bereits mehr als zwei Minuten vor einer größeren Verfolgergruppe, in der sich neben Göhner auch der hochgehandelte Argentinier Eduardo Sturla aufhielt. Ihr Rückstand sollte sich auf den 180 welligen Radkilometern allerdings weiter vergrößern. Mehr als acht Minuten nahm Hoffman, der Sieger des Ironman St. George 2012,  allein seinen schnellsten Konkurrenten ab, während Göhner sogar mit mehr als 13 Minuten Rückstand auf den Marathon wechselte. Hoffman ließ dort nichts anbrennen. Dank der zweitschnellsten Laufzeit des Tages holte der 29-Jährige in 8:32:51 Stunden seinen zweiten Ironman-Sieg in diesem Jahr und unterbot zudem den 2010 von Joe Gambles aufgestellten Streckenrekord um fast sechs Minuten. Nur Sturla bewältige die 42,195 Laufkilometer schneller als Hoffman und wurde dafür mit Platz zwei belohnt. Etwas mehr als acht Minuten dahinter erreichte Göhner das Ziel. Wegen massiver Magenprobleme habe er beim Laufen mehrfach ein ‚Häuschen‘ am Straßenrand aufsuchen müssen“, gestand der Roth-Sieger von 2009 schon kurz darauf auf seiner Facebook-Seite. Insgesamt sei er auch deshalb „absolut happy“ mit seinem Ergebnis.

Ironman Wisconsin | Männer

  1. September 2012, Madison (Wisconsin/USA)

Name

Nation

Gesamt

3,8 km Swim

180 km Bike

42,2 km Run

1

Ben Hoffman

USA

8:32:51

52:13

4:37:58

2:56:33

2

Eduardo Sturla

ARG

8:46:29

54:40

4:49:28

2:55:28

3

Michael Göhner

GER

8:54:53

54:50

4:48:56

3:04:25

4

Justin Daerr

USA

8:55:46

54:33

4:45:37

3:09:28

5

Blake Becker

USA

8:56:35

54:40

4:56:49

2:58:44

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Amerikanisches Frauenpodium

Bei den Frauen sorgte die US-Amerikanerin Elizabeth Lyles für die Überraschung des Tages. Nach dem vierten Platz beim Ironman 70.3 Boulder gelang der 31-Jährigen schon in ihrem zweiten Profirennen der erste Sieg. Ein Sieg, den sie vor allem ihrer Rad- und Laufstärke zu verdanken hatte. Sechs Minuten betrug ihr Rückstand nach dem Schwimmen auf Landsfrau Hillary Biscay, die nach 54:39 Minuten als Erste wieder festen Boden unter den Füßen hatte, auf dem Rad dann aber nicht mehr mithalten konnte. Ganz im Gegensatz zu Lyles, die sich bis zum zweiten Wechsel bereits auf Rang zwei vorarbeiten konnte. Noch vor der Halbmarathonmarke stellte die zweifache Mutter schließlich auch die Führende Kathleen Calkins (USA), die letztlich sogar noch vom Podium rutschte. Lyles hingegen lief ihren ersten Ironman-Sieg in 9:34:35 Stunden ungefährdet ins Ziel. Vier Minuten dahinter holte Landsfrau Beth Walsh Platz zwei vor Charisa Wernick, die das rein US-amerikanische Podium komplettierte.

Ironman Wisconsin | Frauen

  1. September 2012, Madison (Wisconsin/USA)

Name

Nation

Gesamt

3,8 km Swim

180 km Bike

42,2 km Run

1

Elizabeth Lyles

USA

9:34:35

1:00:41

5:27:29

2:59:33

2

Beth Walsh

USA

9:38:42

1:01:44

5:30:17

2:59:54

3

Charisa Wernick

USA

9:43:54

1:00:41

5:29:57

3:05:58

4

Kathleen Calkins

USA

9:48:13

54:46

5:21:37

3:23:55

5

Hillary Biscay

USA

9:57:53

54:39

5:34:27

3:21:06

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