Ironman plant Wellenstart in Kona

Am 11. Oktober wird es in der Bucht von Kailua-Kona wohl zum ersten Mal in der Geschichte der Ironman-Weltmeisterschaften keinen gemeinsamen Start aller Agegroup-Athleten geben. Das kündigte Ironman-CEO Andrew Messick in einem Interview mit dem Onlineportal "triathlete.com" an. Bei den Profis wurde der separate Start bereits 2012 eingeführt.

Von > | 17. April 2014 | Aus: SZENE

Ironman Hawaii | Ironman Hawaii 2012

Ironman Hawaii 2012

Foto >Frank Wechsel

Pulks von mehr als 50 Athleten, die Rad an Rad mit mehr als 40 km/h über den Queen K Highway jagen - das war beim Ironman Hawaii zuletzt kein seltener Anblick mehr. Folgerichtig hagelte es Kritik - vor allem aus dem Lager der Sportler. Die einen fühlten sich benachteiligt, weil sie als Einzelkämpfer gegen die großen Felder chancenlos waren. Die anderen beschwerten sich, dass es aufgrund der großen Leistungsdichte gar nicht mehr möglich sei, die vorgeschriebenen Abstandregeln einzuhalten. Ein paar Jahre schien es, als pralle die Kritik der Athleten an Andrew Messick ab. Nun will der Ironman-CEO doch reagieren und das Feld schon in der Auftaktdisziplin entzerren. "Es ist so gut wie sicher, dass es schon in diesem Jahr einen getrennten Start von Agegroup-Männern und -frauen geben wird", so Messick in einem Interview mit "triathlete.com". Er rechne damit, dass Kona in den nächsten Jahren noch größer werde, so Messick weiter. Mit diesem Schritt wolle er die Dichte beim Schwimmen zukünftig besser in den Griff bekommen. Und das ist auch dringend nötig: 1.100 kletterten 2013 binnen 15 Minuten (zwischen 55 Minuten und 1:10 Stunden) aus dem Wasser. "Diese Konzentration von starken Schwimmern, die auch gut Radfahren können, ist unser Problem. Da sind wir am Limit", stellt Messick fest. In welchem Abstand - vermutlich zunächst die Agegroupmänner und später alle Frauen - am 11. Oktober starten werden, ist noch nicht bekannt.