Ironman-Weltmeister tappt in Dopingfalle

Die World Triathlon Corporation (WTC) hat einen US-amerikanischen Agegroup-Weltmeister des Dopings mit Testosteron überführt und für zwölf Monate gesperrt. Der Test fand bereits im Januar dieses Jahres statt und war Teil einer unangemeldeten Kontrolle des Anti-Doping Programms des Ironman-Veranstalters.

Von > | 19. Oktober 2012 | Aus: SZENE

D36_8242 | Say no to doping

Say no to doping

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Der US-amerikanische Agegroup-Triathlet Kevin Moats wurde bereits am 30. Januar 2012 bei einer wettkampfunabhängigen Dopingkontrolle positiv auf das anabole Steroid Testosteron getestet. Wie die World Triathlon Corporation (WTC) nun - fast neun Monate später in einer Presseerklärung mitteilte - sperrte ein dreiköpfiges Schiedsgericht den 58-Jährigen aus Atlanta nun rückwirkend für zwölf Monate. Demnach darf Moats ab 1. Februar 2013 wieder an Rennen der Ironman-Serie teilnehmen.

Weltmeister mit bitterem Beigeschmack

„Diese Entscheidung zeigt, dass unser Anti-Doping-Kampf funktioniert und wir jeden Athleten, auch die Amateure im Blick haben", sagt Kate Mittelstadt, Vorsitzende der WTC Anti-Doping-Kommission. "Alle Athleten, Profis wie Amateure, verpflichten sich gegenüber dem Anti-Doping Code der WTC und dem ihrer nationalen Verbände“, so Mittelstadt weiter. Moats ist schon seit vielen Jahren in der Ironmanserie aktiv und gehört regelmäßig zu den schnellsten Athleten seiner Altersklasse. 2006 holte er sowohl bei den 70.3-Weltmeisterschaften, als auch bei der Ironman-WM in Kona den Titel in der Altersklasse der 50-54-Jährigen. Im vergangenen Jahr schaffte er es bei den Ironman World Championships in der AK 55-59 noch auf den dritten Platz.

Das bei Moats nachgewiesene Testosteron ist ein Sexualhormon, das mehr als 50 Muskel aufbauende Bestandteile enthält. Zudem verkürzt die Einnahme des Hormons die Regenerationszeit nach sportlicher Belastung. Zu den nachgewiesenen gesundheitlichen Risiken bei Hormondoping gehören unter anderem Leberschäden, Herzrhythmusstörungen, Hauterkrankungen und unkontrollierbare Aggressivität.