Jacobs, Bell, Ambrose: Wer holt den Jubiläumssieg?

Zwölfmal haben die Australier ihren Ironmanklassiker in der Hafenstadt Port Macquarie schon gewonnen. Doch der Sieger der 30. Auflage des Ironman Australia dürfte einen Ehrenplatz in den Büchern des Rennens bekommen. Neben Pete Jacobs bewerben sich am Sonntag Luke Bell, Paul Ambrose und Peter Robertson um diesen besonderen Titel.

Von > | 30. April 2015 | Aus: SZENE

Challenge Batemans Bay - 16 | ... ist Pete Jacobs vorn dabei.

... ist Pete Jacobs vorn dabei.

Foto >Getty Images

Was ist bloß mit Pete Jacobs los? 2012 war der smarte Australier auf dem Alii Drive von Kona der gefeierte Held. Seitdem scheint er nur noch ein Schatten seiner selbst. Zweieinhalb Jahre lange stolperte der 33-Jährige von Verletzung zu Verletzung, die Comebackversuche gingen meist schief. Vor dem Ironman Hawaii 2014 geriet er zudem in ein Streit mit Ironman-CEO Andrew Messick. Und auch der nächste Anlauf, wieder auf der internationalen Wettkampfbühne Fuß zu fassen, steht unter schlechten Vorzeichen. "Ich bin nicht 100-prozentig gesund", twitterte er vor zwei Tagen. Dennoch wolle er beim Jubiläum sein Bestes geben. Etwas später klang es schon fast wie eine vorgezogene Entschuldigung. "Vielleicht kann ich dabeisein, aber wenn mir am Renntag die Energie fehlt, bleibt mir nichts übrig, als mich auszuruhen und die Probleme zu lösen." Ob Jacobs am Sonntag - bei der 30. Auflage seines Heimrennens in Port Macquarie tatsächlich am Start stehen wird - ist also eher fraglich.

Aussie-Party zum 30. Geburtstag?

Doch selbst wenn der Ironmanweltmeister von 2012 verzichtet, könnte der Klassiker zum 13. Mal an einen Aussie gehen. Denn nach Jacobs' Sieg vor vier Jahren haben Paul Ambrose und Luke Bell das Rennen am Hastings River gewonnen. Und die beiden sind dieses Mal auch wieder dabei. Neben einigen weiteren australischen Nachwuchsprofis haben Ex-Kurzdistanzweltmeister Peter Robertson, der Tscheche Petr Vabrousek und der Neusseeländer Graham O'Grady gemeldet.

Nur elf Namen stehen in der Liste der Profifrauen. Ein Jahr nach dem überlegenen Sieg von Melissa Hauschildt dürften deren Landsfrau Lisa Marangon sowie die beiden Neuseeländerinnen Melanie Burke und Michelle Bremer den historischen Titel bei der 30. Auflage unter sich ausmachen.