"Kona war gut, aber nicht perfekt"

Julia Gajer hat sich mit ihrem ersten Start auf Hawaii Zeit gelassen. Sie wollte "wirklich bereit dafür sein". Dieses Jahr fühlte sie sich bereit - und war es auch: Mit Platz sechs katapultierte sie sich auf Anhieb in die Top Ten. Trotzdem will sie fürs nächste Mal an ein paar Details feilen - und 2015 noch ein Stückchen weiter vorn landen.

Von > | 21. Oktober 2014 | Aus: SZENE

Julia Gajer auf Hawaii 2014 | Sie schaffte es auf Anhieb in die Hawaii-Top-Ten. Aber da geht noch mehr, meint Julia Gajer.

Sie schaffte es auf Anhieb in die Hawaii-Top-Ten. Aber da geht noch mehr, meint Julia Gajer.

Foto >Nis Sienknecht / spomedis

Julia Gajer, jetzt, wo Sie den Ironman Hawaii ein bisschen sacken lassen konnten: War das Rennen und alles drumherum so, wie Sie es sich vorgestellt haben? 

Ich hatte ja das große Glück, dass ich bereits vor zwei Jahren als Zuschauerin vor Ort sein konnte. So konnte ich mir schon die Wettkampfstrecken ansehen und mich mit den Bedingungen vor Ort vertraut machen. Außerdem konnte ich die tolle Atmosphäre aufsaugen. Ich wusste im Vorfeld also relativ genau was mich erwarten wird. Natürlich ist die Situation im Rennen selbst eine andere als wenn man als Zuschauer am Streckenrand steht. Trotzdem waren diese Erfahrungen sehr wertvoll und haben mir geholfen mich gut auf das Rennen einzustellen.

Würden Sie alles nochmal so machen, wenn Sie das Rennen wiederholen könnten?

Das Rennen ist für mich sehr gut gelaufen und große Teile würde ich genauso wieder machen. Besonders zufrieden bin ich damit, dass es mir wirklich gelungen ist, auf dem Rad mein Rennen zu machen und mich nicht beirren zu lassen. Das hat sich dann vor allem auf den letzten 60 Kilometern ausgezahlt, wo ich noch einige Athletinnen überholen konnte. Nichtsdestotrotz gibt es auch Dinge, die ich noch besser machen kann. Das Schwimmen beispielsweise war für meine Verhältnisse eher mäßig. Ich hatte Probleme im welligen Meer zu schwimmen, da kann ich mich sicher noch steigern.

Jetz ist aber erstmal Urlaub angesagt, oder?

Wir waren nach dem Rennen noch eine Woche auf Hawaii und haben die Inseln genossen. Jetzt steht für mich erstmal die wohlverdiente Saisonpause an.

Wie geht es nächste Saison dann sportlich weiter? 

Ich möchte gut erholt ins nächste Jahr starten. Die letzten zwei Saisons mit der Hawaiiquali waren sehr hart und kräfteraubend. Eine Planung für die neue Saison steht noch nicht, sie wird aber in den nächsten Wochen erfolgen. Mit Sicherheit möchte ich aber wieder in Kona an der Startlinie stehen. Mit dem sechsten Platz nehme ich 4.725 Punkte fürs Kona Points Ranking mit ins neue Jahr. Das ist ein ordentliches Polster und die Quali wird somit deutlich leichter sein. Ich werde meine Saison also noch mehr auf Hawaii ausrichten können.

Mit der Erfahrung von diesem Jahr: Was ist dann das Ziel?

Das Rennen in diesem Jahr war sehr gut, aber nicht perfekt. Ich sehe noch Luft nach oben. Eine Top-Fünf-Platzierung wäre toll. 

Hier gibt's eine kleine Leseprobe unseres großen Hawaii-Specials; u. a. mit dem Material von Julia Gajer