Kräftemessen der Hawaiisieger

Die halbe Distanz an der West-, die volle Distanz an der Ostküste: Ironman bietet den Australiern am Wochenende gleich zwei Wettkämpfe. Craig Alexander und Pete Jacobs nutzen diese Gelegenheit zu einem Schlagabtausch.

Von > | 28. April 2016 | Aus: SZENE

Craig Alexander | Craig Alexander

Craig Alexander

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In Busselton nahe Perth, im südwestlichen Zipfel ihres Kontinents, treffen sich die Australier Pete Jacobs und Craig Alexander am Wochenende zu einem Kräftemessen zwischen Hawaiisiegern. Eines, das den beiden Australiern besonders viel Spaß zu machen scheint: Schon im Februar traten Jacobs und Alexander bei einem Mitteldistanzrennen in Huskisson gegeneinander an. Dort stieg das Duo gemeinsam vom Rad, dann löste sich Jacobs binnen der 42 Kilometer von seinem 42-jährigen Konkurrenten. Zwar hatte der am Ende trotzdem die Nase vorne, Jacobs freute sich aber über sein bestes Rennen seit mehreren Jahren. "Ich kann wieder Licht am Ende des Tunnels sehen, in dem ich in den letzten Jahren gefangen war", schrieb der 34-jährige Australier nach dem Wettkampf.

Volle Distanz im Osten des Kontinents

Nun will der Ironman-Weltmeister von 2012 den nächsten Schritt zurück zu alter Stärke schaffen - und Alexander möglicherweise schon hinter sich lassen. Dafür reist der in Sydney lebende Jacobs ans Ende andere des Kontinents zum Ironman 70.3 Busselton, wo neben Alexander noch eine ganze Reihe weiterer vor allem aus Australien stammender Athleten auf ihn warten: Vor allem Peter Kerr könnte den beiden Hawaiichampions wohl gefährlich werden, außerdem lauern unter anderem Guy Crawford (NZL) und Nick Baldwin (SYC) auf Ausrutscher der Favoriten. Auf Seiten der Frauen bekommt Vorjahressiegerin Felicity Sheedy-Ryan (AUS) beim Unternehmen Titelverteidigung Konkurrenz unter anderem durch ihre Landsfrauen Annabel Luxford und Kate Bevilaqua.

In Port Macquarie, wenige hundert Kilometer nördlich von Sydney, lockt gar eines der ersten Ironman-Rennen über die volle Distanz in diesem Jahr. Das Startfeld der Profis ist auch hier stark dominiert durch die heimischen Athleten: Paul Ambrose, Luke Bell, Brad Kahlefeldt und Clayton Fettell gehen als Favoriten auf den Sieg ins Rennen. Auch David Dellow, Tim Reed, Josh Amberger, der Finne Jarmo Hast und Kiwi Dougal Allan könnten bei der Vergabe der Podestplätze eine Rolle spielen. Im Frauenrennen trifft Gina Crawford (NZL) auf ihre Landsfrau Melanie Burke und Lisa Marangon (AUS).