Kurz & kompakt: Das Renn-Wochenende im Rückblick

Das erste Wochenende im Wonnemonat Mai war das ereignisreichste der bisherigen Triathlonsaison. Auf drei Kontinenten wurde um Siege und gute Platzierungen gekämpft. Wir fassen die Rennen auf Mallorca und Lanzarote, in Antalya, Rheinfelden, auf der Karibikinsel St. Croix und in Busselton zusammen.

Von > | 4. Mai 2015 | Aus: SZENE

Stadttriathlon Erding 2014 - 05 | 21. Stadttriathlon Erding

  1. Stadttriathlon Erding

Foto >Michael Rauschendorfer / triaphoto.com

Mit einem Sieg beim Triathlon in Rheinfelden ist Julia Gajer in ihre Wettkampfsaison gestartet. Die Hawaii-Sechste nutzte den Auftakt der LBS-Landesliga Baden-Württemberg, um eine Woche vor dem Ironman 70.3 Mallorca in den Rennmodus umzuschalten. "Trotz Dauerregen hat es so richtig Spaß gemacht", freute sich Gajer danach via Facebook. Mit Bestzeiten beim Radfahren (21,5 km) und Laufen (5,5 km) entschied sie den Wettkampf nach 1:09:05 Stunden mit deutlichem Vorsprung für sich.

Mallorca Olympic: Potrebitsch Vierter

Im Gegensatz zu Julia Gajer schrammte Georg Potrebitsch bei seinem Saisoneinstand knapp am Podium vorbei. Beim Sieg des Briten Will Clarke, der sich in Colonia St. Jordi im Sprint gegen den 19-jährigen DTU-Kaderathleten Linus Stimmel durchsetzte, wurde der 31-Jährige vom Team Sport for Good Vierter. Nach 1,5 Kilometern Schwimmen, 39 Kilometern Radfahren und 8,6 Kilometern Laufen fehlten Potrebitsch im Ziel gut eineinhalb Minuten auf den Russen Dmitry Rostyagaev. Das Rennen der Frauen gewann die Britin Hannah Lord vor Hanna Maksimava aus Weißrussland und der Schwedin Mikaela Persson.

Volcano Triathlon: Abraham siegt auf Lanzarote

Die 31. Auflage der traditionsreichen Triathlon-Saisoneröffnung auf Lanzarote gewann ebenfalls eine Britin, nämlich Corinne Abraham. Die Ironmaneuropameisterin setzte sich am Club La Santa gegen die Dänin Michelle Vesterby und Saleta Castro aus Spanien durch. Die schnellsten Splits auf dem Rad und beim Laufen reichten Abraham, um nach 2:09:19 Stunden den sicheren Sieg einzufahren. Ein lang ersehntes Erfolgserlebnis feierte Bert Jammaer auf seiner Lieblingsinsel. Der zweifache Sieger des Ironman Lanzarote knackte im Rennen der Männer als einziger die Zwei-Stundenmarke und verwies den Spanier Rayco Miguel Marrero und Colin Norris (GBR) auf die Plätze zwei und drei.

Europacup: Schwetz Vierter in Antalya

Auch beim Europacup im türkischen Antalya waren die Triathleten von der Insel nicht zu stoppen. In einem furiosen Rennen über die olympische Distanz feierte das Trio Mark Buckingham, Adam Bowden und Grant Steldon vor allem aufgrund ihrer läuferischen Klasse einen beeindruckenden Dreifachsieg. Bester Nicht-Brite war DTU-Kaderathlet Maximilian Schwetz, der in der Türkei als Vierter überzeugte und damit optimistisch an weitere Aufgaben gehen kann. Ebenfalls achtbar schlug sich der Potsdamer Lasse Lührs, der in seinem ersten internationalen Rennen über die Kurzdistanz 14. wurde. Jonas Breinlinger und Stefan Konrad landeten auf den Plätzen 20 und 21. Ohne deutsche Beteiligung ging das Rennen der Frauen über die Bühne. Es endete mit einem Doppelsieg der Russinnen Elena Danilova und Alexandra Razarenova. Die Schweizerin Emma Bilham verlor den Kampf um Platz drei gegen die Britin India Lee.

Ironman 70.3: US-Show auf St. Croix

Der berüchtigte Ironman 70.3 in der Karibik bleibt eine US-amerikanische Bastion. Nach Andy Potts und Timothy O'Donnell siegte dieses Mal der frühere Kurzdistanzler Matt Chrabot. Beim Start-Ziel-Sieg des 32-Jährigen aus Chicago kamen Richie Cunningham (AUS) und Drew Scott (USA) auf die Plätze zwei und drei. Der Regensburger Sebastian Neef beendete seinen Trip nach St. Croix auf dem guten vierten Platz. Bei den Frauen trug sich die US-Amerikanerin Lauren Goss zum ersten Mal in die Siegerliste des Mitteldistanzklassikers ein. 

70.3 Busselton: Appleton überrascht Bozzone

Zumindest eine kleine Überraschung gelang Sam Appleton an der Westküste von Down Under. Der Australier setzte sich nach einem spannenden Zweikampf gegen den Neuseeländer Terenzo Bozzone durch. Nachdem das Duo gemeinsam geschwommen und nach 90 Radkilometern Seite an Seite in den Halbmarathon gestartet war, gelang es dem Außenseiter, sich auf den letzten Laufkilometern von Bozzone zu lösen. Den mit Abstand schnellsten Lauf des Tages legte James Cunnama hin (1:11:07 Stunden). Das spülte den Südafrikaner, der beim Schwimmen und Radfahren viel Zeit liegen ließ, noch bis auf den dritten Platz nach vorn. Brad Kahlefeldt musste sich mit Platz vier begnügen. Im Rennen der Frauen behauptete sich Felicity Sheedy-Ryan, die in ihrer Heimat einen Abstecher von der Kurz- auf die Mitteldistanz wagte. Ähnlich wie bei den Männern lieferte sie sich über mehr als drei Stunden ein Duell mit der favorisierten Liz Blatchford und schüttelte diese im Finale entscheidend ab. Platz drei sicherte sich die Australierin Katey Gibb.