Lebenslange Sperre für Hannes Hempel

Die Österreichische Anti-Doping-Rechtskommission (ÖADR) hat den ehemaligen Radprofi und Triathleten Hannes Hempel lebenslang gesperrt. Der Kärntner hatte bereits eine vierjährige Auszeit hinter sich und wurde im März positiv getestet.

Von > | 4. Oktober 2013 | Aus: SZENE

Hannes Hempel | Keine B-Probe: Hannes Hempel tritt mit sofortiger Wirkung zurück.

Keine B-Probe: Hannes Hempel tritt mit sofortiger Wirkung zurück.

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Hempel war bereits 2010 rückwirkend ab Mai 2008 für vier Jahre gesperrt worden, weil er das Blutdopingmittel CERA an Bernhard Kohl, den im gleichen Jahr des Dopings überführten Radprofi, weitergegeben hatte. Hempel selbst war als Radfahrer für mehrere Rennställe unterwegs, 2003 wechselte er zum Triathlon. Sein größter Erfolg in dieser Sportart war Rang drei beim Ironman Austria 2008.

Im März 2013 lieferte der 39-Jährige eine Trainingskontrolle ab, die auf Testosteron-Doping schließen ließ, so die ÖADR in ihrer Begründung: "Das von der Rechtskommission durchgeführte Verfahren ergab, dass der Athlet Hannes Hempel des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen schuldig zu sprechen war. Als Sanktion wurde eine lebenslange Wettkampfsperre für alle Sportarten, die den Anti-Doping Bestimmungen unterliegen, ausgesprochen, da über den Athleten bereits einmal wegen Inverkehrsetzens von verbotenen Substanzen rechtskräftig Disziplinarmaßnahmen verhängt worden waren."

Das Urteil der Kommission ist allerdings noch nicht rechtskräftig, da seit dem 29. September eine vierwöchige Einspruchsfrist läuft. Hempels Ergebnisse seit dem Tag der positiven Probe am 8. März werden gestrichen, die Verfahrenskosten muss er tragen.