Luxford zu stark: Steffen verpasst sechsten Sieg

Annabel Luxford hat die Siegesserie von Caroline Steffen gestoppt. Die Australierin setzte auf der Radstrecke des Ironman 70.3 Western Sydney die entscheidende Attacke und ließ sich danach nicht wieder einfangen. Eine überragende Laufleistung bescherte Luxfords Landsmann David Mainwaring am 1. Advent den ersten Profisieg.

Von > | 1. Dezember 2015 | Aus: SZENE

Annabel Luxford - Hawaii 2015 | Annabel Luxford beim Ironman Hawaii 2015

Annabel Luxford beim Ironman Hawaii 2015

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Ausgerechnet in Steffens Paradedisziplin fiel die Entscheidung zu ihren Ungunsten. Mehr als fünf Minuten legte Annabel Luxford allein auf der zweiten Hälfte des zumeist flachen Kurses zwischen sich und die frühere Profi-Radsportlerin. Zuvor hatten die beiden Top-Schwimmerinnen den Auftakt gemeinsam mit Gina Crawford (NZL) und Pip Taylor (AUS) gemeistert und waren nach knapp 28 Minuten im Sekundenabstand aus dem Wasser gestiegen. Crawford und Taylor mussten danach aber schnell abreißen lassen, sodass sich schon früh ein Zweikampf um die Nachfolge von Vorjahressiegerin Anja Beranek herauskristallisierte. Aus diesem Zweikampf wurde nach Luxfords Angriff aber ebenso früh eine One-Woman-Show. Die Zwölfte des Ironman Hawaii setzte danach auch die Bestmarke auf der Laufstrecke und gewann so den fünften Ironman 70.3 ihrer Karriere. Steffen freute sich sechs Minuten nach der kleinen Australierin über Platz zwei und "ein bisschen Extra-Weihnachts-Taschengeld". Weitere sechs Minuten später hielt Andrea Forrest etwas überraschend die erfahrene Gina Crawford auf Distanz. Für Caroline Steffen führt der letzte offizielle Termin der Saison nun nach Bahrain, wo sie ihre Kollegen vom Team Bahrain Endurance 13, insbesondere Landsfrau Daniela Ryf, unterstützen möchte. Danach nehmen sich die beiden Schweizerinnen nach einer langen Saison eine Auszeit.

Ironman 70.3 Western Sydney | Frauen

  1. November 2015, Penrith (AUS)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Annabel Luxford

AUS

4:08:29

27:43

2:14:56

1:23:45

2

Caroline Steffen

SUI

4:14:29

27:50

2:20:12

1:24:17

3

Andrea Forrest

AUS

4:20:38

28:04

2:24:36

1:25:55

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Von acht zum Sieg in 72 Minuten

Deutlich knapper ging es im Rennen der Männer zu. Zudem wurde hier das überwiegend australische Profifeld nach dem Radfahren noch einmal richtig durcheinander gewirbelt. Zunächst hatte sich Nick Kastelein beim Schwimmen in Szene und an die Spitze des Felds gesetzt. Auf dem Rad war der australische Trainingskollege von Jan Frodeno dann aber ohne Chance, die Hinterräder von Jake Montgomery und Youngster Casey Munro zu halten. Vier Minuten kassierte er auf das Top-Duo und fand sich nach dem Radfahren nur auf Platz elf wieder. Auch David Mainwaring und Tim Van Berkel büßten auf der Radstrecke einige Minuten ein. Während Van Berkel auch beim Laufen nicht seinen besten Tag erwischte, kassierte Mainwaring dort einen Konkurrenten nach dem anderen. Drei Kilometer vor dem Ziel schnappte er sich sogar noch den führenden Montgomery, der in diesem Moment "keinen Gang zum Hochschalten" fand. Kastelein schob sich vom elften Rang noch aufs Podium. Für Mainwaring war es der erste Erfolg in einem Ironman-70.3-Rennen.

Ironman 70.3 Western Sydney | Männer

  1. November 2015, Penrith (AUS)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

David Mainwaring

AUS

3:48:24

26:50

2:07:07

1:12:40

2

Jake Montgomery

AUS

3:48:49

25:17

2:04:47

1:16:44

3

Nicholas Kastelein

AUS

3:50:19

25:15

2:08:41

1:14:31

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