McQuaid überrascht, Start-Ziel-Sieg für Potts

Andy Potts hat zum vierten Mal den Ironman 70.3 California gewonnen. Mit insgesamt 16 Titeln bleibt der US-Amerikaner damit unangefochtener Rekordsieger der internationalen Mitteldistanzserie. Die dreifache Xterra-Weltmeisterin Melanie McQuaid (CAN) feierte an der kalifornischen Pazifikküste überraschend ihren zweiten 70.3-Erfolg.

Von > | 2. April 2012 | Aus: SZENE

AndyPotts_Hawaii2011 | Andy Potts schraubte seinen 70.3-Rekord in Kalifornien auf 16 Siege.

Andy Potts schraubte seinen 70.3-Rekord in Kalifornien auf 16 Siege.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Ob Andy Potts noch weiß, wie es sich anfühlt, nicht als Erster auf die Zielgerade einzubiegen? Seine letzte Niederlage - Hawaii einmal ausgenommen - datiert aus dem Juni 2010. Damals unterlag Andy Potts in Kansas seinem Landsmann Chris Lieto knapp. Potts' Erfolgsbilanz erinnert ein bisschen an die unglaubliche Siegesserie von Chrissie Wellington - nur, dass die Britin auch auf Hawaii seit 2007 ungeschlagen ist. In der 70.3-Serie bringt sie es aber nur auf sieben Siege. Potts hat schon beeindruckende 16 auf der Habenseite - darunter den WM-Titel 2007.

In Oceanside feierte er am Samstag bei seinem sechsten Start den vierten Sieg. Den Grundstein dafür legte er einmal mehr in seiner Schokoladendisziplin. Auf den knapp zwei Kilometern im Hafen von Oceanside hängte er selbst Richie Cunningham und Paul Ambrose um fast eineinhalb Minuten ab. Nur Außenseiter John Dahlz hielt den Rückstand auf Potts in Grenzen. Alle anderen Favoriten büßten viel Zeit auf den früheren US-Nationalschwimmer ein.

Potts gelassen, Thomas ungestüm

Auf den 90 Radkilometern musste Potts nicht viel mehr tun, als das Feld zu kontrollieren. Sein eigener Rhythmus reichte, um die Verfolger auf Distanz zu halten. Näher als 90 Sekunden kamen weder der starke Matt Lieto, noch das australische Trio Ambrose, Cunningham und Griffin an den 35-jährigen Olympiateilnehmer von Athen heran. Auch, als diese auf den ersten Laufkilometern ihre Chance witterten, behielt Potts die Nerven: Fünf Kilometer vor dem Ziel war dann auch der Widerstand von Jesse Thomas gebrochen, der mit einem Gewaltakt versucht hatte, die Lücke nach vorn zu schließen. Potts reichte die drittschnellste Laufzeit des Tages, um das Rennen mit mehr als einer Minute Vorsprung auf Cunningham zu gewinnen, der damit weiter auf seinen zweiten 70.3-Erfolg warten muss.

Ironman 70.3 California | Männer

  1. März 2012, Oceanside (Kalifornien, USA)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Andy Potts

USA

3:54:03

22:48

2:13:08

1:14:34

2

Richie Cunningham

AUS

3:55:11

24:15

2:13:41

1:13:59

3

Jesse Thomas

USA

3:55:22

25:34

2:12:28

1:13:54

4

Leon Griffin

AUS

3:57:03

25:37

2:12:08

1:15:55

5

Paul Ambrose

AUS

3:59:41

24:12

2:13:40

1:18:32

6

Matt Reed

USA

4:00:38

24:17

2:15:51

1:16:34

7

Chris McDonald

AUS

4:00:48

26:10

2:13:40

1:17:45

8

Ben Hoffman

USA

4:01:29

24:42

2:15:30

1:17:36

9

Stephen Kilshaw

CAN

4:02:33

26:37

2:15:56

1:15:59

10

Matt Lieto

USA

4:02:37

25:33

2:11:57

1:21:17

Swipe me

McQuaid überragend

Gleich zwei der besten Xterra-Athletinnen der Welt hatten sich bei den Frauen unter das Starterfeld gemischt. Während Titelverteidigerin Lesley Paterson weder beim Schwimmen noch auf dem Rad Anschluss halten konnte und sich erst beim Laufen auf Rang sechs nach vorn kämpfte, erwies sich Altmeisterin Melanie McQuaid für ihre Konkurrenz als eine ganze Nummer zu groß. Auf dem Rad zerlegte die dreifache Xterra-Weltmeisterin aus Kanada das Feld nach allen Regeln der Kunst. 2:22:44 Stunden stoppte die Wettkampfuhr für ihre 90-Kilometer-Radeinlage. Meredith Kessler, nach dem Schwimmen noch fast drei Minuten vor der 39-Jährigen, hatte beim zweiten Wechsel eben diese drei Minuten Rückstand. Weil auch Heather Jackson nach dem Radfahren schon mehr als sechs Minuten auf die Kanadierin verloren hatte und diese sich auch in Laufschuhen keine Blöße gab, mussten die 70.3-Spezialistinnen mit den Rängen zwei und drei Vorlieb nehmen. McQuaid brachte nach 4:19 Stunden mehr als zweieinhalb Minuten Vorsprung ins Ziel und verhinderte damit den totalen Triumph der US-Amerikaner.

Ironman 70.3 California | Frauen

  1. März 2012, Oceanside (Kalifornien, USA)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Melanie McQuaid

CAN

4:19:13

28:09

2:22:44

1:24:47

2

Heather Jackson

USA

4:21:57

29:28

2:28:03

1:20:51

3

Meredith Kessler

CAN

4:23:40

25:31

2:28:58

1:24:47

4

Rachel McBride

CAN

4:26:01

27:46

2:26:38

1:27:21

5

Linsey Corbin

USA

4:29:46

28:28

2:30:54

1:26:01

6

Lesley Paterson

USA

4:31:50

30:51

2:35:19

1:21:56

7

Rachel Challis

USA

4:34:34

28:13

2:33:27

1:28:46

8

Beth Walsh

USA

4:35:21

28:39

2:41:07

1:20:53

9

Amber Ferreira

USA

4:38:54

28:17

2:39:37

1:26:56

10

Haley Cooper-Scott

USA

4:39:32

31:34

2:36:27

1:27:38

Swipe me