Moldan trifft auf Clarke und Aernouts, Cunnama verletzt

Titelverteidiger James Cunnama hat den Start beim Ironman 70.3 Südafrika abgesagt. Der Grund: Eine bei der Challenge Bahrain erlittene Wadenverletzung. Damit kommt es am Wochenende in East London wohl zu einem Dreikampf zwischen dem Briten Will Clarke, Bart Aernouts aus Belgien und dem Wertheimer Johannes Moldan.

Von > | 22. Januar 2015 | Aus: SZENE

Johannes Moldan | Johannes Moldan

Johannes Moldan

Foto >Nis Sienknecht / spomedis

Auf dem Papier geht Will Clarke in leichter Favoritenrolle in das Rennen am Indischen Ozean. 2014 war der 29-Jährige schon einmal auf dem welligen und windanfälligen Kurs am Start und musste sich nach hartem Kampf nur Publikumsliebling James Cunnama knapp geschlagen geben. Der Brite mit Kurzdistanz-Vergangenheit ist in Abwesenheit Cunnamas nicht nur der stärkste Schwimmer, sondern auch der schnellste Läufer in dem kleinen Profifeld. Einzig Bart Aernouts, im Oktober Neunter des Ironman Hawaii, ist in den Laufschuhen Ähnliches zuzutrauen. Der Belgier gehört allerdings zu den weniger guten Schwimmern und wird auf dem nervenzehrenden Radkurs viel Energie investieren müssen, um sich vor dem Laufen in Schlagdistanz zu Clarke und damit in Position für seinem zweiten Sieg nach 2013 zu bringen. Ähnliches gilt für Johannes Moldan. Der 26-jährige Wertheimer verlor bei seiner Südafrika-Premiere 2014 knapp drei Minuten auf die schnellsten Schwimmer, darunter auch Clarke. Zumindest eine davon jagte er dem Briten in seiner Schokoladendisziplin wieder ab - am Ende reichte eine solide Laufleistung zum achten Platz. Erwischt Moldan einen guten Tag, ist dieses Mal sogar noch etwas mehr drin. In den Kampf ums Podium eingreifen wollen am Sonntag zudem der Franzose Cyril Viennot, der Vorjahresvierte Stuart Marais, Kyle Buckingham (beide Südafrika) und Clarkes Landsmann Fraser Cartmell, der das einzige afrikanische 70.3-Rennen 2010 schon einmal gewinnen konnte.

Swallow im Anflug

Wer gedacht hatte, dass Seriensiegerin Jodie Swallow ihren Profikolleginnen in diesem Jahr das Feld überlassen würde, irrt. Die Britin könnte mit dem fünften Sieg in Folge am Sonntag einen Rekord aufstellen, der noch lange Bestand haben dürfte. Und die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Die Tschechin Lucie Reed, in East London immerhin schon fünfmal auf dem Podium, kann im Wasser zwar mit der Vierten des Ironman Hawaii und 70.3-Vizeweltmeisterin von 2014 mithalten, dürfte danach aber kaum den Anschluss halten können. Neben den beiden Stammgästen haben sich für das Rennen der Frauen auch die US-Amerikanerin Sarah Piampiano, Emma Bilham aus der Schweiz sowie die beiden Deutschen Kathrin Walther und Nicole Woysch angekündigt.