Passuello vor Giglmayr, Mullan schlägt Sämmler

Die Irin Eimear Mullan und der Italiener Domenico Passuello haben die zweiten Auflage der Challenge Rimini gewonnen. Mullan setzte sich mit etwas Mühe gegen Tine Deckers und die Deutsche Daniela Sämmler durch. Passuello demütigte seine Kokurrenten beim Radfahren. Der Österreicher Andreas Giglmayr kletterte vor 70.3-Europameister Ritchie Nicholls auf das Podium.

Von > | 12. Mai 2014 | Aus: SZENE

CC-Challenge_tri_rimini-37 | Andreas Giglmayr

Andreas Giglmayr

Foto >Charlie Crowhurst / Getty Images

Dreimal hatte Domenico Passuello vor seinem Start bei der Challenge Rimini schon auf dem Podium einer Mitteldistanz gestanden. Ein Sieg war dem früheren Radprofi aber seit seinem ersten Start im Triathlonlager vor fünf Jahren noch nicht gelungen. Ausgerechnet in seiner italienischen Heimat glückte dem 36-jährigen Außenseiter nun dieser Coup. Weder Ironman-70.3-Europameister Ritchie Nicholls (GBR), noch Vizeweltmeister Terenzo Bozzone oder Nils Frommhold konnten Passuello auf dem Weg zum Sieg stoppen. Dabei hatte der beim Schwimmen schon fast drei Minuten auf eine Gruppe um Frommhold, den Belgier Bart Colpaert und Andreas Giglmayr aus Österreich verloren. Davon unbeirrt startete Passuello auf dem schweren 90-Kilometer-Wendepunktkurs durch die Emilia-Romagna eine eindrucksvolle Aufholjagd. Nicholls, Bozzone, Fommhold und die anderen kassierten in der zweiten Disziplin mehr als fünf Minuten und mussten den Italiener ziehen lassen. Möglicherweise spekulierten sie aber auch darauf, dass Passuello beim Laufen müde wird und sie im Kampf um die Nachfolge von Chris McCormack doch noch eine Chance bekommen würden.

Tifosi feiern Passuello

Doch Passuello tat ihnen diesen Gefallen nicht. Im Gegenteil. Denn auch beim Laufen war keiner der Favoriten schneller als der Italiener. Selbst Nicholls, der bei der Ironman-70.3-EM im August 2013 sogar Jan Frodeno in den Schatten gestellt hatte, verlor weitere 80 Sekunden. So konnte sich Passuello nach gut vier Stunden ohne Stress von seinen Tifosi feiern lassen. Giglmayr kämpfte sich mit der drittschnellsten Laufzeit noch vom siebten auf den zweiten Platz nach vorn und verwies Nicholls auf Platz drei. Dass nicht jeder Tag ein "champions day" ist, stellte Nils Frommhold an der Adria fest. Der Sieger des Ironman Südafrika war nach dem Radfahren zwar noch vorn dabei, verlor auf der Laufstrecke aber zu viel Zeit und schaffte am Ende noch knapp den Sprung unter die besten zehn. Bozzone landete vor Per Bittner auf dem sechsten Rang. Titelverteidiger McCormack hatte seinen Start kurz vor dem Rennen aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.

Challenge Rimini | Männer

  1. Mai 2014, Rimini (ITA)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Domenico Passuello

ITA

4:03:01

25:18

2:20:30

1:14:21

2

Andreas Giglmayr

AUT

4:07:34

22:41

2:26:00

1:16:00

3

Ritchie Nicholls

GBR

4:08:15

23:16

2:26:26

1:15:44

4

Massimo Cigana

ITA

4:09:31

26:37

2:21:26

1:18:45

5

Maurice Clavel

GER

4:09:46

22:37

2:25:42

1:18:56

6

Terenzo Bozzone

NZL

4:10:52

22:36

2:25:26

1:20:04

7

Per Bittner

GER

4:12:58

23:28

2:27:06

1:19:21

8

Bart Colpaert

BEL

4:13:20

22:19

2:28:30

1:19:45

9

Johann Ackermann

GER

4:13:53

22:46

2:22:53

1:25:14

10

Nils Frommhold

GER

4:15:11

22:36

2:25:32

1:24:02

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Sämmler stark, Mullan nicht zu schlagen

Während der Tross des Giro d'Italia durch den Regen in ihrer irischen Heimat jagte, holte sich Triathletin Eimear Mullan an der Adria einen weiteren Profisieg. Wie Männersieger Passuello ließ es auch Mullan gemächlich angehen, um auf der Radstrecke das Feld von hinten aufzurollen. Allein die Belgierin Tine Deckers war noch einen Tick schneller. Der Zweikampf um den Sieg war am Ende aber trotzdem keiner - denn Deckers konnte ihre Führung nach dem Radfahren nicht lange behaupten. Als Mullan auflief, hatte die Belgierin nichts mehr zuzusetzen. Knapp drei Minuten büßte sie bis ins Ziel auf die Siegerin ein. An ihrem zweiten Platz konnte auch Daniela Sämmler nicht mehr rütteln. Die Darmstädterin war die zweiteschnellste Läuferin im Feld und belohnte sich dafür mit einem Platz auf dem Treppchen. Mit einem sechsten Platz meldete sich Yvonne van Vlerken auf der Wettkampfbühne zurück. "Meine Schulter hat gehalten. Das war das Ziel", schrieb die Niederländerin auf ihrer Facebookseite. Van Vlerken hatte sich vor fünf Wochen bei einem Radunfall das Schlüsselbein gebrochen.

Challenge Rimini | Frauen

  1. Mai 2014, Rimini (ITA)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Eimear Mullan

IRL

4:33:09

28:25

2:38:42

1:22:58

2

Tine Deckers

BEL

4:35:54

28:24

2:36:59

1:27:09

3

Daniela Sämmler

GER

4:38:33

26:12

2:45:00

1:24:12

4

Gina Crawford

NZL

4:40:51

25:24

2:44:23

1:27:33

5

Gabriella Zelinka

ITA

4:41:10

26:51

2:43:10

1:27:54

6

Vanessa Raw

GBR

4:44:26

26:05

2:42:54

1:31:35

7

Martina Dogana

ITA

4:49:27

28:28

2:50:30

1:27:08

8

Yvonne van Vlerken

NED

4:50:20

32:17

2:46:34

1:27:45

9

Giorgia Priarone

ITA

4:52:56

26:39

2:55:37

1:27:25

10

Michela Menegon

ITA

5:05:58

25:20

3:00:57

1:36:09

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