Potts rockt New Orleans, Hörmann siegt in Portocolom

Bei den Ironman-70.3-Rennen in New Orleans und Florida heimsten die US-amerikanischen Gastgeber am Wochenende gleich drei der vier Titel ein. Caitlin Snow, Lauren Barnett und Andy Potts sorgten für die drei Heimsiege. Der Ukrainer Viktor Zyemtsev triumphierte in Florida. Beim Triathlon im spanischen Portocolom setzten sich der Deutsche Markus Hörmann und Eimear Mullan aus Irland durch.

Von > | 14. April 2014 | Aus: SZENE

IMG_1856 | Andy Potts Ironman 70.3 World Championship 2013

Andy Potts Ironman 70.3 World Championship 2013

Foto >Silke Insel / spomedis

Seine überragenden schwimmerischen Fähigkeiten waren für Andy Potts auch in New Orleans wieder so etwas wie ein Garant für den Sieg. Ernüchternde zwei Minuten kassierte selbst Mark Bowstead als Zweitschnellster im Wasser. Trevor Wurtele schwamm gar fast dreieinhalb Minuten hinterher. Doch der Kanadier beschäftigte sich nicht besonders lang mit seinem Rückstand, sondern tat von Beginn der Radstrecke alles, um Potts wieder einzufangen. Und hatte Erfolg. Beinahe zeitgleich stiegen die beiden nach den 90 Radkilometern von ihren Bikes. Doch in den Laufschuhen war Wurtele dem früheren 70.3-Weltmeister dann deutlich unterlegen. Potts siegte nach knapp vier Stunden vor Ben Hoffman (USA), dem schnellsten Läufer des Tages. Für Wurtele blieb Platz drei.

Lauren Barnett kann zwar nur einen Bruchteil der Erfahrung Potts' vorweisen - das änderte aber nichts daran, dass sie sich in ihrem zweiten Jahr als Profi den ersten Titel in der Ironman-70.3-Serie sichern konnte. Die US-Amerikanerin büßte im Wasser zwar kräftig ein, fing die Vorjahressiegerin und schnellste Schwimmerin, Haley Chura aber noch vor dem Wechsel ab. Nur Sarah Piampiano und Hallie Blunck lagen zu diesem Zeitpunkt noch vor Barnett. Der zweitschnellste Halbmarathon reichte aber, um auch die beiden noch von der Spitze zu verdrängen. Piampiano wurde mit gut einer Minute Rückstand Zweite, Blunck rettete Platz drei vor der laufstarken Laurel Wassner über die Ziellinie.

Ironman 70.3 Florida: Zyemtsev und Snow stark

Während in seiner Heimat politisches Chaos herrscht, ließ der Ukrainer Viktor Zyemtsev in Haines City sportliche Leistung sprechen. Im Duell der Altmeister setzte sich der zehnfache Ironmangewinner knapp gegen Greg Bennett durch. Dem ein Jahr älteren Australier reichte das fünfeinhalb Minuten große Polster, das er sich beim Schwimmen und Radfahren erarbeitet hatte, nicht zum Sieg. Zyemtsev lief in 1:16 Stunden den schnellsten Halbmarathon und fing Bennett auf den letzten Kilometern noch ab. Auch Artem Parienko aus Russland stand bei der Siegerehrung neben Zyemtsev auf dem Treppchen. Caitlin Snow konnte ihren Sieg deutlich länger auskosten. Fast sieben Minuten legte die US-Amerikanerin auf den 113 Kilometern zwischen sich und die Zweitplatzierte Margie Shapiro (USA). Laura Bennett, die nach Schwimmen und Radfahren noch geführt hatte, wurde noch bis auf den fünften Platz durchgereicht.

Triathlon de Portocolom: Hörmann und Mullan vorn

Nur zwei Rennkilometer weniger, dafür einige Höhenmeter mehr, mussten die 700 Teilnehmer bei der 17. Auflage des Triathlon de Portocolom an der Ostküste Mallorcas bewältigen. Jungprofi Markus Hörmann reichten solide Schwimm- und Radleistungen, um dem Österreicher Florian Kriegl den Sieg auf den zehn Laufkilometern noch abzujagen. Eine Minute Rückstand verwandelte der TeamTBB-Athlet in einen komfortablen Vier-Minuten-Vorsprung. Fabian Rahn wurde knapp hinter Kriegl Dritter. Auch bei den Frauen verpasste eine Österreicherin den fast sicher geglaubten Sieg beim Laufen. Eva Wutti hatte sich auf dem schweren 100-Kilometer-Radkurs, der zweimal den berüchtigten San Salvador hinaufführt, ein gutes Polster verschafft. Doch es war zu klein, um sich vor der Irin Eimear Mullan ins Ziel zu retten. Die Siegerin des Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun von 2013 gewann das Rennen zum dritten Mal - nur acht Sekunden vor Wutti überquerte sie nach gut vier Stunden die Ziellinie. Einen gelungenen Saisoneinstand feierte Julia Gajer, wie Wutti aus dem Team Erdinger Alkoholfrei. Die 31-Jährige lag nach 111 Kilometern weniger als eine Minute hinter der Siegerin.