Raelert gegen Dreitz und Starykowicz

Michael Raelert ist in die Sonne Floridas geflüchtet, um beim Ironman 70.3 Miami seinen Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Auf dem Weg dorthin muss der Rostocker unter anderem seinen Erdinger-Teamkollegen Andreas Dreitz und den US-Amerikaner Andrew Starykowicz bezwingen. Im Feld der Frauen kreuzen Leanda Cave und Nikki Butterfield ihre sportlichen Waffen.

Von > | 22. Oktober 2015 | Aus: SZENE

Michael Raelert - Radfahren - Ironman 70.3 Mallorca 2015

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Während sich Bruder Andreas im herbstlichen Rostock von einer kräfte- und nervenzehrenden Saison erholt - und zwar ohne Sorgen, was die Hawaiiqualifikation für 2016 angeht - muss Michael Raelert auf der Zielgerade der Saison noch einmal ran. Will er im nächsten Jahr auch wieder bei der Ironman World Championship am Start stehen, müssen Punkte fürs Kona Points Ranking her. Nach Platz fünf bei der 70.3-WM in Zell am See und seinem Sieg auf Rügen rangiert der 35-Jährige als bester Nicht-Hawaiistarter dort aktuell auf Platz 15. Mit einem Sieg in Miami könnte er also nicht nur eine Saison mit Licht und Schatten versöhnlich beenden, sondern sich zugleich in eine aussichtsreiche Position für das harte Gerangel um die Profistartplätze für die Ironman-WM 2016 bringen. Wie man im Bayfront Park gewinnt, weiß er zumindest schon einmal. 2014 besiegte er an gleicher Stelle seinen australischen Kumpel Richie Cunningham in einem ungleichen Laufduell. In diesem Jahr dürfte Raelert schon auf dem Rad gefordert werden. Denn sowohl US-Profi Andrew Starykowicz als auch Andreas Dreitz (Team Erdinger Alkoholfrei) werden ihre Paradedisziplin für eine Attacke nutzen. Ebenfalls mit von der Partie haben der Stuttgarter Marc Dülsen - 2014 an gleicher Stelle starker Fünfter, der Vorjahreszweite Richie Cunningham, sein Landsmann Paul Matthews, Topschwimmer Marko Albert (EST), der Schweizer Jan van Berkel, Sylvain Sudrie aus Frankreich, der Österreicher Daniel Herlbauer.

Im Rennen der Frauen treffen am Sonntag die Britin Leanda Cave und Nikki Butterfield (Bermudas) auf die US-Amerikanerinnen Lauren Goss und Sarah Haskins. Auf einen gelungenen Saisonabschluss hofft die Deutsche Carolin Lehrieder. 

Cunnama in Los Cabos

Ein deutscher Podiumsplatz ist auch beim Ironman 70.3 Los Cabos - auf der anderen Seite des Golfs von Mexiko - möglich. Hier bekommt es die Waiblingerin Ricarda Lisk allerdings mit den starken Kanadierinnen Magali Tisseyre und Melanie McQuaid sowie US-Profi Amanda Stevens zu tun. Sie alle kämpfen um die Nachfolge von Linsey Corbin (USA), die in dem mexikanischen Urlaubsort dieses Mal nicht dabei sein wird. Einen neuen Sieger wird es auch bei den Männern geben. Die besten Karten hält hier der Südafrikaner James Cunnama auf der Hand. Gefordert wird er vom neuseeländischen Altmeister Bryan Rhodes, den Australiern Todd Skipworth und Leon Griffin sowie Xterra-Spezialist Francisco Serrano, der seine heimischen Fans mit einem guten Rennen verzücken möchte.

Fachbach und Otto auf Sardinien

Auch in Europa geht das Triathlonjahr in die Verlängerung. Und die Meldeliste der Challenge Forte Village-Sardinia kann sich durchaus sehen lassen. Neben Challenge-Paguera-Sieger Filip Ospaly (CZE) haben für das europäische Challenge-Finale auch Markus Fachbach und Christian Otto, der Australier Joe Gambles, der frühere 70.3-Europameister Ritchie Nicholls und die beiden Italiener Massimo Cigana und Alessandro Degasperi gemeldet. Bei den Frauen bekommen es Carina Brechters und Ulrike Schwalbe mit der Dänin Maja Stage Nielsen und den beiden Britinnen Catherine Jameson und Vanessa Raw zu tun. Auch die Hawaii-Sechste Susie Cheetham hat für das Rennen auf der Mittelmeerinsel gemeldet.