Raelert rennt aufs Podest

Mit starkem Lauf und einem Treppchenplatz hat sich Andreas Raelert zum Saisoneinstieg beim Ironman 70.3 St. George in der Weltspitze zurückgemeldet. Das hart umkämpfte Rennen entschied der Brite Tim Don erst kurz vor dem Ziel für sich, Zweiter wurde der Kanadier Brent McMahon.

Von > | 2. Mai 2015 | Aus: SZENE

Andreas Raelert | Andreas Raelert

Andreas Raelert

Foto >Nis Sienknecht / spomedis

Ein so gut besetztes Rennen hatten die US-amerikanischen Ironman-70.3-Meisterschaften in St. George bisher noch nicht gesehen. Perfekte Bedingungen für einen guten und realistischen Formtest für die Deutschen Sebastian Kienle, Andreas Raelert und Maik Twelsiek. So war es zumindest geplant. Für den aktuellen Ironman-Weltmeister Kienle war das Rennen allerdings schon gelaufen bevor der Startschuss fiel. Wegen einer Erkältung musste der zweimalige Ironman-70.3-Weltmeister seinen Start absagen.

Nun war es also an Raelert und Twelsiek, die Fahnen hochzuhalten. Und das taten beide in den Disziplinen, in denen sie am stärksten sind. Während Raelert beim Schwimmen nur wenige Sekunden auf die Spitze verlor, presste sich Twelsiek auf dem Rad immer näher an die Führenden, bei denen vor allem der Kanadier Brent McMahon für ein hohes Tempo sorgte. Raelert dagegen musste zum Ende der schweren Radstrecke einige Federn lassen und erreichte die zweite Wechselzone mit mehr als vier Minuten Rückstand auf McMahon nur auf Rang zehn. 

Raelert in guter Laufform

Doch dann drehte der Rostocker auf. Während sich ganz vorn ein Duo aus McMahon und Tim Don erbittert um den Sieg stritt, den sich der ehemalige Kurzdistanzweltmeister Don erst auf den letzten beiden Kilometern sichern konnte, sammelte Raelert einen Konkurrenten nach dem anderen ein und verkürzte seinen Rückstand bis ins Ziel auf nur 1:44 Minuten. Nach einem Halbmarathon in 1:12:46 Stunden auf anspruchsvoller Strecke darf man nach zwei durchwachsenen Jahren also gespannt sein, ob dem 38-Jährigen beim Ironman Texas in zwei Wochen vielleicht ein Rennen auf dem Niveau der früheren Jahre gelingt, als Raelert in Roth die noch immer gültige Weltbestzeit auf der Langdistanz aufstellte und auf Hawaii zuverlässig aufs Podium lief. Maik Twelsiek konnte beim Halbmarathon nicht mit den Schnellsten mithalten und fiel von Rang fünf auf die 14. Position zurück.