Schlüsselbeinbruch: Ellis bangt um Hawaiistart

Die Führende des Kona Pro Rankings, Mary Beth Ellis, hat sich bei einem Trainingssturz in Mexiko das Schlüsselbein gebrochen und fällt damit wohl für die Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii aus. Sie wäre nach der verunglückten Camilla Pedersen und Corinne Abraham schon der dritte prominente Ausfall im Frauenfeld.

Von > | 11. September 2013 | Aus: SZENE

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Mary Beth Ellis

Foto >Frank Wechsel / spomedis

In einem mit Regenwasser gefüllten Schlagloch musste Mary Beth Ellis bereits am Montag die Hoffnungen auf ihren ersten Ironman-WM-Titel begraben. Die US-Amerikanerin übersah das Hindernis bei einer Trainingsausfahrt auf der mexikanischen Insel Cozumel, stürzte und fiel ausgerechnet auf die Schulter, die sie sich schon im Sommer beim Ironman France in Nizza lädiert hatte. Erste Diagnose: Bruch des rechten Schlüsselbein und eine Bänderverletzung. Ob sie operiert werden muss, soll nun eine weitere Untersuchung in Boulder (USA) ergeben. Unabhängig davon dürften die verbleibenden viereinhalb Wochen kaum reichen, um die Verletzungen auszukurieren und das Rennen in Kailua-Kona am 12. Oktober beschwerdefrei angehen zu können. Die 36-Jährige galt als größte Hoffnung der US-Amerikaner, die 17 sieglosen Jahre der Gastgeber zu beenden.

Trio muss passen, auch Tajsich fraglich

Ellis ist bereits der dritte prominente Ausfall für die Ironman-WM 2013 binnen wenigen Tagen. Ende August hatte die Britin Corinne Abraham ihren ersten Kona-Start wegen einer Verletzung abgesagt. In der vergangenen Woche verunglückte die dänische Ironman-Europameisterin Camilla Pedersen beim Radtraining in ihrer Heimat so schwer, dass sie von ihren Ärzten bis heute im künstlichen Koma gehalten werden muss. Auch dem deutschen Profi-Quartett droht ein Rückschlag. Sonja Tajsich, im Vorjahr vor Ellis Vierte auf Hawaii, will bis Ende dieser Woche entscheiden, ob sie in Kona an den Start gehen wird. "Meine Verletzungen scheinen trotz aller Mühen nicht in den Griff zu bekommen sein", schrieb die Regensburgerin am Tag nach der Ironman-70.3-WM in Las Vegas niedergeschlagen.