Schweizer Trio mit Siegchancen

Bei der zweiten Auflage des Ironman Los Cabos wird am Sonntag der Nachfolger von Timo Bracht gesucht. Mit den besten Aussichten gehen der Italiener Daniel Fontana, die beiden Schweizer Mike Schifferle und Jan van Berkel sowie Pedro Gomes (POR) ins Rennen. Bei den Frauen trifft Linsey Corbin (USA) auf Céline Schärer aus der Schweiz.

Von > | 27. März 2014 | Aus: SZENE

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Jan van Berkel

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Angespornt vom großen Sieg ihrer Landsfrau Caroline Steffen am vergangenen Wochenende in Melbourne gehen Céline Schärer, Mike Schifferle und Jan van Berkel am Sonntag beim Ironman Los Cabos an den Start. Und der zweite schweizer Sieg beim dritten Ironman des Jahres ist möglich. Schärer überraschte im vergangenen Sommer bei ihrem Ironmandebüt in Zürich, als sie sich nach langer Führung am Ende nur Anja Beranek geschlagen geben musste. Die wichtigsten Konkurrentinnen der 24-Jährigen dürften am Sonntag die Siegerin des Ironman Austria von 2012, Linsey Corbin, die laufstarke Haley Chura (beide USA) und Carrie Lester aus Australien sein. Nur mit Außenseiterchancen gehen die Deutschen Katharina Grohmann, 2013 Gesamt-Sechste beim Ironman Wales, und Kristina Wiegand ins Rennen.

Schweizer mit Siegchancen

Zumindest Ambitionen auf einen Podiumsplatz können auch Mike Schifferle und Jan van Berkel anmelden. Die treffen bei ihrem Saisondebüt in Mexiko auf den Italiener Daniel Fontana, Großbritanniens Langdistanz-Oldie Stephen Bayliss, den schnellen Portugiesen Pedro Gomes sowie Scott Defilippis und TJ Tollakson aus den USA. Für Schifferle ist das Rennen in dem mexikanischen Ferienort auch eine Art Aufgalopp ins Wettkampfjahr 2014. Er plant schon im Mai den Start beim Ironman Lanzarote und will danach auch beim Swissman, einem Extremtriathlon in seiner Heimat, dabei sein. Van Berkel hat nach einer überstandenen Dengue-Fieber-Infektion und mühsamen Formaufbau vor allem vor der zu erwartetenden Hitze großen Respekt. "Nach meinem Kollaps beim Ironman in Zürich im vergangenen Jahr habe ich einige Schlüsse bezüglich der mentalen Herangehensweise an solche Rennen gezogen", so der Schweizer, der heute seinen 28. Geburtstag feiert. Die Extraminuten, die er sich zum Geburtstag gewünscht hat, wird er sich allerdings selbst erarbeiten müssen, denn derartige Geschenke werden ihm seine Konkurrenten am Sonntag sicher keine machen. Auch nicht Swen Sundberg, der einzige Deutsche unter den 29 gemeldeten Profis.