Steffen fordert Carfrae, Siegchancen für Frommhold

Wenige Wochen nach der spektakulären Challenge Dubai steigt am Wochenende im australischen Melbourne das nächste Saisonhighlight. Bei den Ironman Asia-Pacific Championships werden unter anderem Weltmeisterin Mirinda Carfrae und die zweifache Melbourne-Siegerin Caroline Steffen am Start stehen. Im Rennen der Männer hoffen Nils Frommhold, Jan Raphael, Christian Kramer und Per Bittner, sich erfolgreich in Szene setzen zu können.

Von > | 19. März 2015 | Aus: SZENE

Challenge Melbourne 2014 - 13 | Challenge Melbourne 2014

Challenge Melbourne 2014

Foto >Michael Dodge

Weder Vorjahressieger Dirk Bockel, noch Eneko Llanos oder Craig Alexander - die Gewinner von 2012 und 2013 - haben für die vierte Auflage des Ironman Melbourne gemeldet. Umso wichtiger wäre es für das deutsche Quartett um Nils Frommhold, nicht mit leeren Händen aus Down Under zurückzukehren. Alle vier haben schon bewiesen, dass sie zu den besten der Welt gehören. Jeder von ihnen stand zumindest schon einmal auf dem Podium eines Ironmanrennens. Frommhold und Raphael haben sogar schon Siege auf ihren Konten. Und die Chancen, sich in der noch jungen Saison gleich medienwirksam in Szene zu setzen, stehen nicht schlecht. Denn das Quartett trifft am Sonntag auf nur 17 Konkurrenten. Darunter der erfahrene Australier Luke Bell, dessen zuletzt starken Landsmann Tim van Berkel, Ex-Kurzdistanzweltmeister Peter Robertson, Brad Kahlefeldt, Todd Skipworth (alle AUS), Topschwimmer Marko Albert aus Estland, den Schweizer Jan van Berkel, Jens Petersen-Bach aus Dänemark und den schwer berechenbaren Kanadier Jeffrey Symonds. Allesamt keine leichten, aber lösbare Aufgaben. Insbesondere für Frommhold, den Sechsten des Ironman Hawaii 2014, der zwei seiner bisher fünf Langdistanzen gewinnen konnte.

Trainingslager Fuerteventura  | In gemeinsamen Trainingseinheiten haben sich Nils Frommhold und Jan Raphael in Fuerteventura (hier mit Andreas Raelert) auf den Ironman Melbourne vorbereitet.

In gemeinsamen Trainingseinheiten haben sich Nils Frommhold und Jan Raphael in Fuerteventura (hier mit Andreas Raelert) auf den Ironman Melbourne vorbereitet.

Foto >Wolfram Bott

Carfrae lauert: Steffen auf der Flucht

Gar nur 18 Bikes werden bei den Profifrauen in der Wechselzone stehen. Darunter die Rennmaschine der Schweizerin Caroline Steffen, für die Australien mittlerweile fast schon mehr als nur eine zweite Heimat ist. Zweimal hat Steffen das junge Rennen in der Millionen-Metropole am Yarra River schon gewonnen, 2013 stand sie als Dritte immerhin auf dem Podium. Dennoch ist sie nicht die Topfavoritin auf den Sieg. Denn auch Ironmanweltmeisterin Mirinda Carfrae, die Steffen seit vier Jahren in Kona immer wieder an den Rand der Verzweiflung bringt, steigt am Wochenende in ihre Rennsaison ein. Und erneut wird Steffen beim Radfahren ein großes Polster herausfahren müssen - und selbst dann kann sie sich bei der überragenden Läuferin Carfrae ihres Sieges bis auf die Zielgerade nicht sicher sein. Mindestens in den Kampf ums Podium eingreifen, wollen auch die Niederländerin Yvonne van Vlerken, 2013 schon einmal Zweite, die auf der Langdistanz noch weitgehend unerfahrene Australierin Melissa Hauschildt, deren Landsfrau und Ironmanrookie Annabel Luxford sowie die in der Schweiz lebende Britin Emma Pooley - neben Steffen die stärkste Radfahrerin im Feld. Gute Erinnerungen an ihre Rennen in Australien hat auch die einzige deutsche Profistarterin, Mareen Hufe. Die Weselerin schaffte beim Ironman Western Australia in den vergangenen beiden Jahren den Sprung aufs Podium, beim Ironman Melbourne stehen für die 36-Jährige bisher ein zwölfter (2012) und ein siebter Platz (2014) in den Ergebnislisten.

Caroline Steffen  | Caroline Steffen feiert ihrem ersten Start in Roth gleich ihren ersten Sieg.

Caroline Steffen feiert ihrem ersten Start in Roth gleich ihren ersten Sieg.

Foto >Frank Wechsel / spomedis