Steffen gegen Carfrae, Gajer, Joyce, Beranek, Van Vlerken ...

Kona-Feeling kommt auf beim Blick auf die Starterliste der Profifrauen bei der diesjährigen Challenge Roth. Vier der Athletinnen, die 2013 beim Ironman Hawaii ganz vorn dabei waren, gehen im fränkischen Roth an den Start: Mirinda Carfrae, Rachel Joyce, Yvonne van Vlerken und Caroline Steffen. Und sogardie bekommen Konkurrenz.

Von > | 16. Juli 2014 | Aus: SZENE

Caroline Steffen | Caroline Steffen auf der Radstrecke des Ironman Hawaii 2013

Caroline Steffen auf der Radstrecke des Ironman Hawaii 2013

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Für die Ironman-Weltmeisterin Mirinda Carfrae ist das Rennen in Franken eine Premiere, die sie auf jeden Fall gewinnen möchte. Vor allem auf der Marathonstrecke wird es die Australierin, die auf Hawaii eine Laufzeit von 2:50:38 Stunden in den Asphalt brannte, den Konkurrentinnen ganz sicher schwer machen. Etwas gegen einen Triumph der flinken Mitstreiterin dürfte jedoch Vorjahressiegerin Caroline Steffen haben. Die Schweizerin, die Roth als „mein Rennen" bezeichnet, hat angekündigt in Bestform zu erscheinen. Und für eben diese ist kein Geringerer zuständig als Challenge-Botschafter und Doppel-Hawaiisieger Chris McCormack. Der hat, so Steffen, bei ihrem Training "qualitativ und quantitativ noch einen draufgelegt". Mit einem Sieg beim Ironman Melbourne und einem zweiten Platz bei der Challenge Melbourne hat die Wahl-Australierin bereits gezeigt, dass sie in Form ist.

Mirinda Carfrae | Mirinda Carfrae beim Zieleinlauf des Ironman Hawaii 2013.

Mirinda Carfrae beim Zieleinlauf des Ironman Hawaii 2013.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Energiegeladene Konkurrenz

Ebenfalls eine Kandidatin mit guten Chancen auf einen der oder sogar den vordersten Platz ist Rachel Joyce, Ironman-Vizeweltmeisterin und Rothsiegerin 2012. Auch sie wird von einem ehemaligen Hawaiisieger, Dave Scott, trainiert. Vergangenes Jahr musste sie das Rennen krankheitsbedingt ausfallen lassen. Dieses Jahr ist sie "bereit, mit ein paar schnellen Ladies ins Rennen zu gehen." Dazu dürften auch die Deutschen Julia Gajer und Lokalmatadorin Anja Beranek gehören. Ersterer fehlt nach einem zweitem und einem drittem Platz in Roth noch der Sieg in einer Sammlung, die sie vermutlich nur zu gerne komplettieren würde. Beranek knackte Ende Juni bei der Generalprobe am Rothsee den Streckenrekord - trotz Fußverletzung - und ist sicher: "Ich habe Energie für große sportliche Ziele." Die hat auch die quirlige Niederländerin Yvonne van Vlerken. Macht ihre nach einem Sturz lädierte Schulter mit, könnte sie ein Wörtchen bei den Platzierungen ganz vorn mitreden. Das möchte sicher auch Diana Riesler, die Europameisterin auf der Langdistanz. Und ebenfalls stark einzuschätzen ist die Dänin Michelle Vesterby, die das Rennen mit einer starken Schwimm-Rad-Kombination beeinflussen könnte.

Wer auch immer am Ende als erstes über den roten Teppich im Rother Stadion rennen wird: Die 30. Ausgabe des "Best Old Race" verspricht eine schnelle und spannende zu werden.

Julia Gajer | Julia Gajer hat die Challenge Kraichgau 2014 bereits gewonnen - ein gutes Omen für Roth.

Julia Gajer hat die Challenge Kraichgau 2014 bereits gewonnen - ein gutes Omen für Roth.

Foto >Nis Sienknecht / spomedis