Steffen will Siegesserie ausbauen

In Sydney kann Caroline Steffen am Wochenende ihren sechsten Sieg in einem Ironman-70.3-Rennen in Folge feiern. Eine Woche vor dem Aufeinandertreffen mit ihrer Landsfrau und Ironmanweltmeisterin Daniela Ryf in Bahrain wird die Schweizerin allerdings auch versuchen wollen, Kräfte zu sparen.

Von > | 26. November 2015 | Aus: SZENE

Caroline Steffen | Caroline Steffen bei der Vorbereitung auf den Ironman Hawaii 2015.

Caroline Steffen bei der Vorbereitung auf den Ironman Hawaii 2015.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Fünfmal in Folge triumphierte Caroline Steffen zuletzt auf der Mitteldistanz, dabei ist ihre Saison eigentlich gar nicht planmäßig gelaufen: Infekte kosteten die sonst so konstante Schweizerin in diesem Jahr immer wieder wertvolle Trainingswochen, weshalb sie eigentlich nie so richtig in Tritt kam. "Auf der Mitteldistanz lässt sich das, anders als auf der Langdistanz, aber meistens noch kompensieren", sagt Steffen, deren Training wir in der kommenden Ausgabe der triathlon training (Nr. 55; im Handel erhältlich ab 2. Dezember 2015) genauer beleuchten. Nach dem Ironman Hawaii, bei dem es aus gesundheitlichen Gründen für Steffen in diesem Jahr mit dem neunten Rang einmal mehr nicht rund lief, trainierte die 37-Jährige mit rund 60 Prozent ihres üblichen Pensums weiter, um ihre Form zu halten.

Energiesparmodus vor dem Finale in Bahrain?

"Ich habe festgestellt, dass ich auf diese Weise in einer Verfassung bleibe, in der ich Rennen gewinnen kann", erzählt Steffen. Das gelang ihr bereits vor drei Wochen in Mandurah, wo sie bereits ihr fünftes Ironman-70.3-Rennen in Folge gewann - und das will sie auch bei ihren letzten beiden Auftritten in dieser Saison versuchen: Zunächst am kommenden Wochenende beim Ironman 70.3 in Western Sydney, eine Woche später dann im Kräftemessen unter anderem mit ihrer Landsfrau und Hawaiisiegerin Daniela Ryf.

Der Kurs in Western Sydney legt dabei sogar noch schnelle Zeiten, vor allem auf der flachen, zwei Mal zu absolvierenden Radrunde, nahe: Schon dort wird sich Steffen vermutlich deutlich von den Konkurrentinnen zu lösen versuchen, um sich eine Woche vor ihrem Saisonabschluss in Bahrain beim Laufen möglichst nicht mehr voll verausgaben zu müssen. Doch die Konkurrenz im Kampf um die 5.000 US-Dollar Siegprämie wird Steffen nicht kampflos gewähren lassen: Rebekah Keat, Annabel Luxford, Lisa Marangon, Michelle Wu (alle AUS) und Gina Crawford (NZL) dürften ebenfalls auf Top-Platzierungen schielen. Auch die Deutsche Mareen Hufe wird in Western Sydney an den Start gehen und um eine Podestplatzierung mitkämpfen wollen.

Australisch dominiertes Männerfeld

Ein rein australisch-neuseeländischer Kampf um das Podest in Australien wird im Rennen der Männer erwartet. Tim Van Berkel, Jake Montgomery, Nicholas Kastelein, Luke Bell (alle AUS) und Bryan Rhodes (NZL) gelten als Favoriten auf die vorderen Platzierungen und die bis zu 750 Punkte für die Ironman-Qualifikationsrankings. Dafür müssen sie nach den 90 Radkilometern über zwei topfebene Radrunden noch zweieinhalb Laufrunden um das internationale Regatta-Center in der Metropole Sydney laufen.